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Correggio Josef
1810 – 1891
Kunstmaler
Elise 1821 – 1894
Max 1854 – 1908
Kunstmaler
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Correggio, Elise; 1821 – 16.9.1894 (München); Kunstmalers-Witwe
Correggio, Josef; 20.11.1810 (Wolfratshausen) – 7.12.1891 (München); Sänger, Portraitmaler und Stillebenmaler
Correggio, Max; 25.7.1854 (München) – 12.5.1908 (München); Genremaler, Landschaftsmaler, Portraitmaler und Tiermaler
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* 20.11.1810 (Wolfratshausen)
† 7.12.1891 (München)
Sänger, Portraitmaler und Stillebenmaler
Correggio (spr. -re’ddscho), 1) Joseph, Stilllebenmaler, geb. 30. Nov. 1810 zu Wolfratshausen a. d. Isar, ist in München als Hoftheatersänger angestellt, malt daneben mit minutiöser Sorgfalt sehr geschätzte Stilllebenstücke, namentlich Gruppen von Früchten, z. B. Trauben, dann Weine in Flaschen und Bechern, auch Produkte des Meers u. a. – Sein Sohn Max C. ist ein talentvoller Porträtmaler.
Biographisches Künstler-Lexikon der Gegenwart von Dr. Hermann Alex. Müller; Leipzig; Verlag des Bibliographischen Instituts 1882.
Joseph Correggio,
Stillebenmaler,
geboren am 20. November 1810 zu Wolsratshausen, gestorben den 7. Dezember 1891 in München.
Joseph Correggio, geboren den 30. November 1810 in Wolfratshausen als der Sohn eines aus Italien stammenden Kaminkehrermeisters verbrachte seine Jugendjahre in Nymphenburg, wo seine Eltern sich ansässig gemacht hatten. Einer unwiderstehlichen Neigung zur Kunst folgend, setzte er es durch, schon frühzeitig die k. Akademie in München besuchen zu dürfen. Unter Professor Hiltensperger half er an den Wandverzierungen in der k. Residenz, malte zahlreiche Porträts, verlegte sich jedoch späterhin ausschließlich auf Stillleben, die sich großer Beliebtheit erfreuten. Mit hübscher Stimme und schönem Vortrage begabt, versuchte er sich auf Anrathen seiner Freunde als Opernsänger und erwarb auf diese Weise noch genügenden Nebenverdienst zum Unterhalt seiner zahlreichen Familie, wandte sich indeß nach seiner Pensionirung um so eifriger der Malerei zu. Er war ein Muster des Fleißes, ungemein strebsam und voll Interesse für Alles, was Kunst betraf. Anspruchslos und bescheiden, treubesorgt für die Seinen, freundlich und heiter im Umgange gewann er sich die Herzen Aller. Bis zu seinem Lebensende erfreute sich der Künstler einer seltenen Geistes- und Körperfrische, einer unermüdlichen Schaffensfreude, bekundete stets lebhaften Sinn für gediegene Lektüre und Musik und starb zufolge einer Erkältung, tiefbetrauert von Gattin und Kindern am 7. Dezember 1891 im 82. Jahre und im 50. seiner glücklichen Ehe. Wie viele Achtung und Liebe er genoß, bewies das herzliche Bedauern, welches sein Tod allerseits hervorrief.
Bericht über den Bestand und das Wirken des Kunst-Vereins in München während des Jahres 1891. München, 1892.
Correggio, Joseph, Stilllebenmaler, geb. 30. Nov. 1810 in Wolfratshausen an der Isar, war in München Hoftheatersänger und malte daneben mit grosser Sorgfalt Stilllebenstücke von Früchten, Weine in Flaschen und Pokalen, Produkte des Meeres u. s. w.
Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Vorbereitet von Hermann Alexander Müller. Herausgegeben von Hans Wolfgang Singer. Erster Band. Frankfurt am Main, 1895.
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* 25.7.1854 (München)
† 12.5.1908 (München)
Genremaler, Landschaftsmaler, Portraitmaler und Tiermaler
Nekrologe
Der Maler Max Correggio ist in München gestorben. Er war Diezschüler in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre und hat sowohl als Landschafter wie als Genremaler Hervorragendes geleistet. Sein Bild »Der Aasrabe« hängt in der neuen Pinakothek.
Kunstchronik Nr. 27. Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe. 29. Mai 1908.
Correggio, Max, Tier- und Landschaftmaler, geb. 25.7.1854 in München, † 12.5.1908; erst Schüler seines Vaters Joseph C., bildete er sich an der Akademie unter J. L. Raab und W. von Diez, fand mit seinen Sportbildern und Jagd-Porträts (Prinzregent Luitpold mit seinen beiden Söhnen auf der Fasanenjagd, Reichsrat von Poschinger) Anerkennung, ebenso mit den Genrestücken »Die überraschten Wilderer«, »Försters Lieblinge«, »Treibjagen« und dem ebenso figurenreichen wie ergötzlichen, gut arrangierten »Knödelbogen« (1883); sehr beliebt wurden seine zu besonderen Hauptschützenfesten u. Hochzeiten gespendeten Ehrenscheiben.
Fr. v. Bötticher, Malerw. d. 19. Jahrh., 1895, I, 190. – Münchener Kunstvereins-Bericht 1908 p. 15. – Bettelheim’s Jahrbuch, 1910, XIII, 42. – Kstchron. N. F. XIX 453 (Nekrol.).
H. Holland.
Dr. phil. Hyazinth Holland: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Herausgegeben von Ulrich Thieme. Leipzig, 1912.