Inhalt | Register | |



3 – 1 – 17 (Kratzer)

Ω

Hier ruhen in Frieden

Linke Spalte

JOSEPH
KRATZER
1836 – 1896

Rechte Spalte

STEPHANIE
KRATZER
1838 – 19¿

Ω

|||

Stefanie Kratzer (vw)

Simmerlein (gb)

* 1838
† 1.3.1913 (München)
Rentiers-Witwe

Generalanzeiger (5.3.1913)

Feuerbestattung. Im Krematorium des Ostfriedhofs fand am Dienstag vormittag die Einäscherung der Leiche der im Alter von 74 Jahren verstorbenen Rentierswitwe Stephanie Kratzer statt. An der Bahre, an der sich mit den Angehörigen eine Anzahl teilnehmender Freunde der Familie versammelte, hielt der Vorsitzende des Vereins für Feuerbestattung Major Kery eine kurze Gedächtnisrede. Die Verstorbene und ihr verstorbener Gatte hatten seinerzeit dem Nationalmuseum einen wertvollen Goldpokal geschenkt, sie selbst stiftete später für das Münchner Rathaus ein schönes Glasgemälde.

Generalanzeiger der »Münchner Neuesten Nachrichten« Nr. 117. Mittwoch, den 5. März 1913.

Münchner Neueste Nachrichten (1.5.1914)

Stiftung für Blinde und Augenkranke. Die am 1. März 1913 verstorbene Rentiere Stefanie Kratzer hat mit einem Betrage von 172,012.39 Mark eine Stiftung errichtet, deren Verwaltung der Stadtgemeinde übertragen wurde. Der Zweck der Stiftung ist die Unterbringung armer Blinder und unheilbarer weiblicher Blinder in Anstalten auf Lebenszeit und die Unterbringung von augenkranken Knaben und Mädchen in geeigneten Erholungsstätten für die Dauer der Genesungszeit. Das Gemeindekollegium nahm die Stiftung heute mit dem Ausdruck wärmsten Dankes an.

Münchner Neueste Nachrichten No. 221. Freitag, den 1. Mai 1914.



© Reiner Kaltenegger · Gräber des Alten Südfriedhofs München · 2007-2026


Erstellt mit jutoh digital publishing software (Anthemion Software Ltd.)