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4 – 3 – 5 (Stölzl)

Ω

Hier ruhen in Gott
J. B. Stölzl
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¿ Stölzl geb. ¿
¿
B. O. Stölzl k. Br¿
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¿ Stölzl geb. Volker
¿
Hans Stölzl
¿
Otto Stölzl akad. Künstler
18.11.1871 – 14.3.1941.

Ω

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Johann Bartholomäus Stölzl

* 23.8.1783 (Dachau)
† 11.1.1858 (München)
Webermeisters-Sohn / Königlicher Bergmeister

Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik (13.1.1858)

Todes-Anzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute Nachm. um 4¾ Uhr unsern innigstgeliebten Gatten, Vater, Schwieger- und Großvater,

Herrn
Bartholomäus Stölzl,
qu. k. Oberberg- und Salinenrath, Ritter des Verdienstordens vom hl. Michael und Inhaber des Ehrenkreuzes des k. b. Ludwigsordens,

nach 4tägigem Krankenlager und Empfang der heil. Sterbesakramente und der letzten Oelung im 75. Lebensjahre zu sich abzurufen.

Indem wir diesen für uns so schmerzlichen Verlust zur Kenntniß unserer Verwandten und Freunde bringen, empfehlen wir den Verblichenen dem frommen Gebete und freundlichen Andenken und bitten um stille Theilnahme.

München den 11. Jan. 1858.

Franziska Stölzl, Gattin.
Carl Stölzl, kgl. Berg- und Hüttenamtskassier in Bodenwöhr,
Eugen Stölzl, k. Berg- u. Hüttenamts-Kassier in Sonthofen,
Max Stölzl, k. Revierförster in Staufeneck,
Eduard Stölzl, Kuratkanonikus in Laufen,
Barthol. Stölzl, Bergwerks-Aspirant, Söhne.
Elisabeth,
Franziska,
Karolina, Töchter.
Sophie Stölzl,
Katharina Stölzl,
Maria Stölzl, Schwiegertöchter.
nebst 7 Enkeln und übrigen Verwandten.

Die Beerdigung findet Mittwoch den 13. Januar um 4 Uhr Nachm. vom Leichenhause aus, der Gottesdienst Montag den 18. Januar, Vormittags 10 Uhr in der St. Annapfarrkirche statt.

Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik Nr. 13. Mittwoch, den 13. Januar 1858,

Johann Bartholomäus Stölzl, kgl. Oberberg- und Salinenrath (1858)

Johann Bartholomäus Stölzl,
kgl. Oberberg- und Salinenrath.

Nekrolog.

(Aus dem Kunst- und Gewerbeblatt für das Königreich Bayern, Januarheft 1858, für den XX. Jahresbericht des historischen Vereins von und für Oberbayern besonders abgedruckt.)

Johann Bartholomäus Stölzl, qu. königl. Oberberg- und Salinenrath und Mitglied des oberberggerichtlichen Senates am Oberappellationsgerichte des Königreiches, Ritter des Verdienstordens vom heiligen Michael I. Classe und Inhaber des Ehrenkreuzes vom königl. bayer. Ludwigsorden, war der Sohn eines Webermeisters zu Dachau, woselbst er am 23. August 1783 geboren wurde. Unter der Leitung sorgsamer Eltern und eines tüchtigen Lehres entwickelten sich die geistigen Anlagen des schwächlich gebauten Knaben in erfreulichster Weise, so daß er auf Veranlassung des dortigen Pfarrers und Dekans Stöger zum Studiren vorbereitet wurde, um später als Singknabe sich sein Brod selbst zu verdienen. Gleichen Unterricht genossen mit ihm Thomas Knorr, der nachmalige Generalzolladministrator, und Seb. Schwaiger, Landrichter in Tölz; beiden blieb er bis zu ihrem Tode mit der ungetrübtesten Freundschaft zugethan.

Als Stölzl's Vater im Jahre 1794 mit Tod abging und eine Wittwe mit fünf unmündigen Kindern, wovon Johann Bartholomäs das älteste, hinterließ – wäre wohl die Aussicht, die Studienlaufbahn an einer öffentlichen Anstalt betreten zu können, für ihn verloren gewesen, hätte nicht der Oheim P. Maurus Stölzl, Benediktiner von Ettal und Professor in Salzburg, den hoffnungsvollen Knaben vom Grabe des Vaters weg zu sich genommen und für sein Fortkommen als Student in Salzburg gesorgt. Seine Moralität, sein Fleiß und Talent wurden in gleich hohem Grade geschätzt, so daß ihm beim Austritte aus der dritten Klasse der Grammatik das ehrenvolle Zeugniß ertheilt wurde: Testamur, cum apud nos supremam grammatices classemm ita absolvisse, ut ob ingenium praeclarum ac diligentiam constanter indefessam tertium inter optimos locum sit promeritus. Mores exhibuit candidissimos primaque nota dignos.

Nach Vollendung der Gymnasialstudien nöthigte ihn das von der bayerischen Regierung erlassene Verbot des Studirens geborener Bayern im Auslande, Salzburg zu verlassen und das Lyceum in München zu beziehen, woselbst Cajetan Weiller in der Philosophie, Maximus Imhof und Mathias Flurl in den Naturwissenschaften seine Lehrer waren. Durch gänzliche Armuth gedrückt, mußte Stölzl mit Instruiren seinen Lebensunterhalt erwerben und fand auch seine Hauptsubsistenzquelle in der Gewogenheit und werkthätigen Unterstützung des churfürstl. Regierungs-Direktors Fr. X. Kleindienst, in dessen Hause er Unterricht gab.

Unter dem wohlthätigen Einflusse anregender Lehrer bildete sich hier ein Kreis gleichgesinnter strebsamer Jünglinge, welchem auch unser Stölzl angehörte und für seine Charakter- wie Geistesbildung die günstigsten Erfolge zu danken hatte; aus dieser Zeit stammt Stölzl's vertrauter Umgang mit dem verewigten Sprachforscher Johann Andreas Schmeller (In der Vorrede zum I. Bande des bayerischen Wörterbuches führt Schmeller auch seinen Freund Stölzl als Mitarbeiter auf; letzterer sammelte für dieses großartige Nationalwerk die Spracheigenthümlichreiten der oberländischen Berg- und Hüttenleute.) und dem geistreichen Mathematiker Franz Eduard Desberger; zu den Freunden zählten noch Ingenieur-Geograph Weiß und Obergeometer Dismas Gebhardt, beide als Praktiker und Schriftsteller in ihren Büchern gleich hervorragend. Stölzl überlebte sie alle, und wie er den Sudiengenossen und Freunden in ihrem Leben jederzeit mit aufopfernder Theilnahme nahe stand, so reichte seine Freundesliebe für Manchen thatsächlich über das Grab hinaus.

Die im Jahre 1803 eingetretene Säkularisation der Klöster hob Stölzl's Entschluß, als Benediktinermönch sich ganz dem Studium der Naturwissenschaften und der Mathematik zu widmen, von selbst auf. Um diese Zeit wurde der Director der bayerischen Bergwerke und Salinen, Mathias von Flurl, auf seinen ehemaligen Schüler Stölzl aufmerksam und veranlaßte ihn, an dem Staatsconcurse für den Berg-, Hütten- und Salinendienst im Jahre 1804 Theil zu nehmen. Da Stölzl diese Prüfung mit dem besten Erfolge bestand, – er wurde unter 11 Concurrenten der dritte, – so erhielt er noch im Juni desselben Jahres seine Aufnahme als Berg- und Hütteneleve, und wurde zu seiner praktischen Ausbildung dem Administrator der vereinigten Salinen Traunstein und Reichenhall, Michael Wagner, beigegeben. Seinen Wunsch, diesem von ihm hochgeehrten Gönner und nachherigen Vorstande im Collegium im Jahre 1807 nach Schwaz folgen zu können, vereitelte seine Berufung als functionirender Schichtmeister nach Traunstein und einige Monate darauf seine Versetzung in gleicher Eigenschaft an das Eisenhüttenwerk zu Hohenaschau. Die kurze Zeit von drei Monaten genügte, um ihm das Vertrauen und die Achtung des Grafen von Preising als Theilhabers der Hütte (Das Hüttenwerk Hohenaschau gehörte seit 1608 zur Hälfte dem Landesherrn, zur Hälfte den Nachkommen des Wilhelm von Freiberg; letzterer Antheil ging durch Heirath zuerst theilweise und im Jahre 1777 ganz in den Besitz der Grafen von Preising über.) in so hohem Gradee zu erwerben, daß ihn dieser für seinen Theil als wirklichen Verweser mit dem vollen Gehalte seines Vorgängers anzustellen versprach, wenn er in seinem Dienste bleiben wollte. Doch das hohe Alter des Grafen und die Anhänglichkeit an seinen geliebten Landes-Vater König Maximilian Joseph bewogen ihn, die Ernennung zum kgl. Gradir- und Hammerhüttenmeister in Reichenhall vorzuziehen. Im Oktober 1807 wurde er in der Eigenschaft eines königl. Brunnenmeisters auch noch mit der Aufsicht über den wichtigen Ouellenbau betraut.

Nachdem Stölzl im Jahre 1808 der Extraditions-Commission des Berg- und Hüttenamtes Bergen als Actuar beigegeben war, berief ihn noch im selben Jahre die höchste Stelle nach Bergen als Nebenverweser und bald darauf als Oberverweser. Im Jahre 1809 wurde ihm gleich den übrigen Oberbeamten der kgl. Berg- und Hüttenämter der Titel Ober-Factor, und im Jahre 1822 der eines kgl. Bergmeisters beigelegt. Vom Jahre 1811 an war ihm auch die Verwaltung des Blei- und Galmeibergbaues am Rauschenberg übertragen.

Als Vorstand des Hüttenwerkes Bergen entwickelte Stölzl während eines Zeitraumes von 16 Jahren eine höchst ersprießliche und erfolgreiche Thätigkeit. Er erbaute einen Hochofen und Cupolofen, welche nach dam damaligen Zustande des Eisenhüttenwesens vollkommen entsprachen. Eine große Autorität in diesem Fache, der kgl. preuß. geheime Oberbergrath Dr. Karsten, fand »alle Verhältnisse des Ofens mit einer solchen sachkundigen Ueberlegung gewählt, daß dem Eisenhüttenmann die Besichtigung dieses Werkes große Freude gewähren muß.« Den Vorstand des Hüttenwerkes, unsern Stölzl, nennt Karsten »einen ebenso unterrichteten als thätigen Beamten« (Siehe Metallurgische Reise durch einen Theil von Bayern und durch die süddeutschen Provinzen Oesterreichs. Von Dr. C. J. B. Karsten. Halle 1821 S. 22 u. 23.).

Mit diesem Urtheile stimmt auch das hohe Vertrauen überein, welches der unsterbliche Georg von Reichenbach der unter Stölzl's Leitung stehenden Eisengießerei in Bergen zuwendete. Reichenbach ließ fast alle Maschinentheile für die Soolenleitung von Berchtesgaden nach Rosenheim, sowie für die k. k. Stückbohrerei zu Wien in Bergen gießen.

Von Stölzl's Energie und Ausdauer sprechen die glücklich durchgeführte Aufschließung des westlichen Grubenfeldes am Kressengraben bei Neukirchen, sowie die Anlegung der nahegelegenen Knappencolonie »Knappenfeld.«

Als Anerkennung für die der gewerkschaftlichen Hütte Achthal geleisteten Dienste, insbesondere durch Herstellung einer neuen Werksanlage mit Hochofen, Cupolofen und Gießerei, wurde ihm im Jahre 1825 ein Gewerkenantheil verliehen.

Aber nicht blos auf den umfangreichen Kreis der Berg und Hüttenverwaltung, wobei noch die Führung der Kassageschäfte seines Amtes ihm oblag, erstreckte sich seine Tätigkeit, auch auf gemeinnützige Unternehmungen war sein stets reger Geist gerichtet. Dem thatkräftigen Zusammenwirken des Landrichters Wintrich, des Forstmeisters Dillis und des Oberfactors Stölzl hat es der Gerichtsbezirk Traunstein zu verdanken, daß die einzelnen Ortschaften durch gute fahrbare Vicinalwege mit einander verbunden wurden, daß Wildbäche eingedämmt und überbrückt, und unwirthsame Gegenden zugänglich gemacht wurden. Der landwirthschaftliche Verein in Bayern belohnte die so erfolgreich wirkenden Beamten, darunter auch Stölzl, am Oktoberfeste 1822 mit der großen silbernen Vereinsdenkmünze.

Im Juni 1824 wurde er zum Oberberg- und Salinenrath befördert, und im Jahre 1826 unter Beibehaltung seines Ranges und Titels zum Vorstande des kgl. Haupt-Salzamtes Traunstein ernannt. Nach sechsjährigem Wirken in Traunstein ward er wiederum auf seinen früheren Posten nach München zurückberufen.

In dieser Stellung verblieb Stölzl mit unermüdetem Eifer volle 25 Jahre, vom September 1832 bis 1. December 1857, mit welchem Tage er den selbst erbetenen und durch die Gnade Seiner Majestät des Königs huldvollst gewährten Ruhestand antrat. Seit dem Jahre 1837 war er auch Mitglied des oberberggerichtlichen Senates am Oberappellationsgerichte des Königreiches.

Dem polytechnischen Vereine gehörte Stölzl seit dem Jahre 1818 an; am 2. Januar 1833 wurde er zum Mitglied des Central-Verwaltungs-Ausschusses dieses Vereins gewählt und war in demselben bis zu seinem Tode thätig. Seit dem 18. Februar 1835 entwickelte er als Comptabilitäts-Referent die dankenswertheste Sorgfalt für die Erhaltung und Verwendung des Vereinsvermögens, sowie er auch den Wochensitzungen, wenn ihn nicht amtliche Geschäfte hinderten, regelmäßig beiwohnte. Die Vereinsacten enthalten mehrere gediegene Berichterstattungen von ihm über Eisenindustrie, Verzollung von Eisen, insbesondere aber über den Braunkohlenbergbau im Landgerichte Rosenheim, sowie das Vereinsblatt einige interessante Abhandlungen. (1. Bericht über die zwischen dem Inn und der Salzach in Betrieb gesetzten Schurfarbeibeiten auf Stein- und Braunkohlen. (Kunst- u. Gewerbeblatt, 1887 S. 83. 151. 373). 2. Nachrichten und Bemerkungen über die durch Einführung des erhitzten Windes hervorgebrachten Veränderungen bei den verschiedenen Eisenschmelz- und Frischprocessen. (1838 S. 345, 455 und 1841 S. 171). 3. Die Eisenerzeugung Deutschlands und vorzugsweise Bayerns im Hinblicke auf die dermaligen Zeitbedürfnisse und auf ihren staatswirthschaftlichen Einfluß betrachtet. (1841 S. 277). 4. Die Benützung der aus den Frisch- und Schmiedefeuern etc. ausströmenden Gasflamme zur Erwärmung der Gebläseluft, des Roheisens und der Schirbel. (1841 S. 403).)

Am 1. Januar 1849 wurde er mit dem Ritterkreuze des Verdienstordens vom hl. Michael decorirt. Durch allerhöchstes Decret vom 26. Mai 1857 wurde ihm »in Rücksicht auf seine während eines Zeitraumes von 50 Jahren dem Vaterlande und Könige treu und eifrig geleisteten Dienste« das Ehrenkreuz des kgl. bayer. Ludwigsordens verliehen. Das Collegium, dem er angehörte, ehrte diese seltene Auszeichnung durch Veranstaltung eines Festmahles am 14. Juni 1857, dem der Jubelgreis mit der heitersten Laune beiwohnte.

Doch nicht lange sollte Stölzl die Tage wohlverdienter Ruhe mehr genießen; in der Nacht vom 7. auf den 8. Januar erkrankte er in Folge von Erkältung an einer Lungenentzündung. Die durch das Alter schon gebrochenen Kräfte vermochten den heftigen Anfall der Krankheit nicht mehr zu bewältigen, und so erlag er schon am 11. Januar 1858 Nachmittags 4¾ Uhr einer Lungenlähmung.

Mit ihm ging ein Mann von hohem Werthe, unvergeßlich seiner Familie, wie seinen Collegen und Freunden, zu Grabe; denn wer erkennt nicht in den voranstehenden Lebenszügen den für Wissenschaft und Technik glühenden Geschäftsmann, der mehr als ein halbes Jahrhundert seinem Vaterlande die ersprießlichsten Dienste geleistet hatte.

Er war aber bei Allem, was in oder außer seinem Pflichtenkreise gelegen war, und zur Förderung des Guten diente, in den vordersten Reihen. Voll ernster Sorgfalt stand er in Mitte einer zahlreichen Familie von 17 Kindern aus zwei Ehen. Die erste Ehe schloß er im Jahre 1809 mit der Tochter des Salinen-Zimmermeisters K. Krumbacher in Reichenhall, die zweite mit seiner noch lebenden Gattin, der zweitältesten Tochter des Berg- und Hüttenamts-Verwesers Thaddäus Seer in Achthal. Von den 6 Kindern erster Ehe lebt noch eine Tochter, und von den 11 Kindern zweiter Ehe noch sieben. Von diesen acht Kindern sind nur vier versorgt. Sie hingen alle mit der innigsten Liebe an ihm.

Das rühmlichste Andenken ist ihm an allen seinen früheren Amtssitzen bewahrt, insbesondere auf dem Hüttenwerke Bergen, ob des patriarchalischen Verhältnisses, in welchem er dort zu seiner ihm untergebenen Knappschaft stand, und es wird noch erzählt, wie viele ihm ihr Lebensglück zu danken haben. Bis zu seinem Lebensende ward er nicht müde, das Unglück in Familien, die trostlose Lage der Wittwen und Waisen aufzusuchen und durch eigne wie durch fremde Mittel zu lindern und zu bessern. Auch sahen wir ihn vor einem Jahrzehente in Mitte der Vaterlandsfreunde für Thron und staatliche Ordnung thätig wirken.

Alle diese Tugenden von häuslicher Sorgfalt, von Gemeinsinn, von Mildthätigkeit, von Vaterlandsliebe waren in ihm festgehalten durch tief religiöse Gesinnungen, mit welchen er auch voll Seelenstärke und Gott-Vertrauen die Heimkehr in das Land des Friedens und des Lichtes vollendete.

Johann Bartholomäus Stölzl, kgl. Oberberg- und Salinenrath. Nekrolog. München, 1858.

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Otto Stölzl

* 18.11.1871
† 14.3.1941 (München)
Kunstmaler

Münchner Neueste Nachrichten (14.5.1895)

Theater und Musik.

Im Kunstverein sind gegenwärtig zwölf Entwürfe für ein Plakat »München und das bayerische Hochland« ausgestellt. Der vom »Münchener Verein für Fremdenverkehr« für die beste Arbeit ausgesetzte Preis wurde dem mit dem Motto »Surgite oculos« versehenen Plakat-Entwurfe des Herrn Kunstmalers Otto Stölzl hier zuerkannt. Sowohl der für ein »Münchner« Plakat in erster Linie in Betracht kommende künstlerische Werth als auch vom praktischen Standpunkte aus die Eigenart und Auffälligkeit des Entwurfes waren für die Entscheidung maßgebend.

Münchner Neueste Nachrichten No. 222. Dienstag, den 14. Mai 1895.

Münchner Neueste Nachrichten (15.9.1900)

Kunstchronik.

Malschule. Kunstmaler Otto Stölzl ertheilt im kommenden Winter für Damen und Herren, einzeln, wie in ganz kleinen Gruppen, Unterricht im Zeichnen und Malen nach der Natur.

Münchner Neueste Nachrichten No. 427. Samstag, den 15. September 1900.

Die Kunst für Alle (1905)

Vermischtes.

München. Die Privat-Zeichen- und Malschule Stölzl ist nach einem viermonatigen Studienaufenthalt in Hechendorf a. Pilsensee wieder nach München (Augustenstr. 75) zurückgekehrt und hat ihr volles Winterprogramm (sorgfältiges Naturstudium nach der Pflanze, dem Stilleben, Kopfmodell, Akt) wieder aufgenommen.

Die Kunst für Alle. München; 1905.



© Reiner Kaltenegger · Gräber des Alten Südfriedhofs München · 2007-2026


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