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4 – 3 – 55* (la Cense)

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Das Grab ist nicht erhalten

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Johann Nepomuk La Cense

* 22.2.1790
† 9.6.1870 (München)
Königlich Bayerischer Major

Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik (15.6.1870)

Danksagung.

Für die bei der am 12. Juni stattgehabten Beerdigung und dem am 13. Juni erfolgten Gottesdienste für unsern unvergeßlichen Schwiegervater, Großvater und Onkel

Herrn
Joh. La Cense,
k. bayer. pens. Major,

erwiesene liebevolle Theilnahme von Seite seiner Verwandten, Freunde und Bekannten, sowie desgleichen bei der Beerdigung und dem Gottesdienste seines kürzlich verstorbenen lieben Sohnes

Herrn
Josef La Cense,
Privatier,

sprechen wir hiemit unsern herzlichsten Dank aus.

München, den 13. Juni 1870.

Julie La Cense,
Privatierswittwe,
mit ihren 2 unmündigen Kindern.

Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik Nr. 166. Mittwoch, den 15. Juni 1870.

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Johann La Cense

* 3.7.1866
† 4.6.1891 (Untersberg/Salzburg), Tod durch Unfall
Koadjutor

Der Wendelstein (9.6.1891)

Aus Berchtesgaden, 6. Juni, wird dem »Wendelstein« geschrieben: Auch in diesem Jahre bereits hat der Untersberg sein Opfer gefordert. Herr Cooperator de Lacense von St. Zeno machte am Donnerstag in Begleitung eines H. Lehrers eine Bergparthie auf den Salzburger Hochthron. Auf dem Rückwege ging der Herr Lehrer eine ziemliche Strecke voraus; plötzlich hörte er hinter sich einen Schrei und das Poltern von Steinen, und Herr Lacanse war verschwunden. Da der Verunglückte seine Karte herausgezogen hatte, wahrscheinlich um den Fußsteig gegen Schellenberg hin zu suchen, scheint er während des Gehens hineingeblickt und so einen verhängnißvollen Fehltritt gethan zu haben. Herr Lacense wird wohl todt sein, da die Unglücksstelle, auf der Schellenberger Seite des Untersberg, über 200 Fuß hoch abfallen soll. Eine bereits gestern von hier abgesandte Anzahl Bergführer suchte erfolglos; sie machten sich auch heute wieder auf den Weg.

Der Wendelstein Nr. 128. Katholisches Volksblatt für das bayerische Oberland. Rosenheim; Dienstag, den 9. Juni 1891.

Rosenheimer Anzeiger (9.6.1891)

Nachrichten aus Stadt und Gau.

Reichenhall, 6. Juni. (Durch Absturz) vom hohen Thron, höchste Spitze des Untersberges, ist am Donnerstag Abend der Cooperator Hochw. Herr La Cense von St. Zeno verunglückt. Trotzdem zahlreiche Männer auf der Suche sind, war gestern Mittags der Verunglückte noch nicht gefunden.

Rosenheimer Anzeiger No. 128. Tagblatt für Stadt und Land. Dienstag, den 9. Juni 1891.

Allgemeine Zeitung (10.6.1891)

Bayerische Chronik.
Amtliche Nachrichten.

Die Leiche des vom Untersberg bei Salzburg abgestürzten Cooperators La Cense ist gestern Abend mit dem Salzburger Schnellzug hier eingetroffen und wurde nach dem südlichen Friedhofe übergeführt. Cooperator La Cense wollte den Weg abkürzen, machte einen Fehltritt und fiel eine Wand hinunter. Der ihn begleitende Lehrer sah ihn stürzen. Die Tour war ein Wagniß, da in den Schluchten noch Schnee liegt und überhaupt der Weg noch sehr schlecht ist; zudem war die Zeit eine sehr gemessene, da sie erst Mittags den Aufstieg begannen. Hr. La Cense hat das Max-Gymnasium in München besucht, wo er bei Lehrern und Schülern wegen seiner Bescheidenheit und Zuvorkommenheit sehr beliebt war. Nachdem er im Georgianum seine Studien vollendet, wurde er erst im vorigen Jahre zum Cooperator nach St. Zeno gewählt. Heute Nachmittag 3 Uhr fand die feierliche Beerdigung statt, an welcher sich die Domcapitulare Fortner und Lehner und 20 Alumnen des Georgianums, sowie die katholische Studentenverbindung »Ottonia« in Farben mit Fahne betheiligten. Der Deutsch-Oesterreichische Alpenverein, die Section Reichenhall, die Pfarrgemeinde St. Zeno und viele Bekannte des Verstorbenen hatten prachtvolle Kränze gesandt. Die Grabstätte war mit Blumen, Palmen etc. prächtig geziert. Die Leichenrede hielt der Stadtpfarrer von St. Ludwig, Hr. Rathmayer, an welcher Kirche der Verstorbene vor noch nicht Jahresfrist seine erste Messe las.

Allgemeine Zeitung Nr. 159. München; Mittwoch, den 10. Juni 1891

Rosenheimer Anzeiger (12.6.1891)

Nachrichten aus Stadt und Gau.

Reichenhall, 9 Juni. (Ueber die Auffindung der Leiche) des Kooperators Herrn La Cense wird geschrieben: Nachdem am Freitag das Suchen der Leiche nicht von Erfolg gekrönt war und die Bergführer unverrichteter Sache hatten wieder heimkehren müssen, begaben sich dieselben am Samstag Morgens in verstärkter Zahl nach der Unglücksstelle, und zwar betheiligten sich von Berchtesgaden 5, von Reichenhall 6 und von Ramsau 2 Bergführer. Vielleicht eine Viertelstunde vom Hochthron entfernt, erfolgte der Absturz des Unglücklichen und zwar in den Grubenpfad. Die Höhe, von welcher der hochw. Herr stürzte, dürfte ungefähr 250 Meter sein. Derselbe fiel in einen Kessel, woselbst er todt liegen blieb. Die Bergführer von Reichenhall hatten den Verunglückten von oben in diesem Kessel liegend erblickt und mußten deshalb den Weg wieder retour machen. Gegen 3 Uhr gelang es, die Leiche aufzufinden. Bevor an dem Verunglückten Hand angelegt wurde, verrichteten die Führer ein Gebet, und hierauf wurde zum Weitertransport desselben geschritten. Derselbe wurde nun auf eine Leiter gebunden und zum Scheiben-Kaser gebracht. Von da ging der Transport nach Ettenberg und mittelst Schlitten über's Gatterl in das Gasthaus zur Almbachklamm. Von letzterem Orte aus wurde die Leiche in einem Zweispänner bis zum Lohnkutscher Kurz in Berchtesgaden befördert, woselbst Abends gegen halb 9 Uhr die Leichenschau und Einsegnung vorgenommen wurde. Hochw. Herr La Cense, der in ein Leintuch eingewickelt war, wurde an dieser Stelle in einen bereitstehenden Sarg gebettet und mittelst Stellwagen in Begleitung der Reichenhaller Bergführer nach Reichenhall überführt. Die durch den Absturz verursachten Körperverletzungen waren so schwere, daß ein sofort eingetretener Tod zweifellos erschien.

Rosenheimer Anzeiger No. 131. Tagblatt für Stadt und Land. Freitag, den 2. Juni 1891.

Rosenheimer Anzeiger (28.6.1891)

Reichenhall, 25. Juni. (Zum Gedächtniß) des am 4. Juni auf dem Untersberg durch Absturz verunglückten Koadjutor Herrn La Cense aus München wurde gestern am Johannistage an der Unglücksstätte ein Kreuz aufgestellt. Die Feier war einfach, ohne jedes Gepränge oder Zeremoniell, aber tief ergreifend. Am frühen Morgen wurde mit dem Kreuze, welches am Tage vorher in Reichenhall ausgestellt war, der Anstieg begonnen. Es war kein Leichtes, das schwere Kreuz auf die bedeutende Höhe zu tragen. Der Zug, welcher das Kreuz begleitete, bestand aus beiläufig 120 Personen; es hatten sich Leute aus Berchtesgaden angeschlossen, um dem überall geachteten und beliebten Priester eine letzte Ehrung zu erweisen. Unterhalb des sogen. Berchtesgadener Hochthrones ist die Unglücksstätte, an welcher Herr La Cense beim Aussuchen eines kürzeren Weges an den Rand einer Felswand gerieth und bei 400 Meter tief abstürzte. Möglichst nahe an der Absturzstelle wurde in der feierlichen Stille des von dem wundervollsten Sommerwetter verklärten Festtages das Kreuz aufgestellt. Dasselbe ist zwei Meter hoch und die Inschrift besagt, an welch einen traurigen Fall dies Zeichen zu erinnern bestimmt ist.

Rosenheimer Anzeiger No. 143. Tagblatt für Stadt und Land. Sonntag, den 28. Juni 1891.

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Josef La Cense

* 19.3.1836
† 28.3.1870 (München), Tod durch Ertrinken
Privatier

Augsburger Neueste Nachrichten (30.3.1870)

Vermischtes.

Seit zwei Tagen wird Privatier La Cense vermißt. Da derselbe in sehr glücklichen Verhältnissen lebte, so steht zu befürchten, daß demselben ein Unglück zugestoßen sei. Derselbe zählte zu den eifrigsten Mitgliedern des historischen Vereins.

Augsburger Neueste Nachrichten No. 89. Mittwoch, den 30. März 1870.

Bayerische Landeszeitung (30.3.1870)

Vermischtes.

München, 29. März. Dieser Tage wurde im Kanale nächst dem Brunnhause im englischen Garten ein mit den Wellen kämpfender Mann wahrgenommen, welcher leider nicht gerettet werden konnte; muthmaßlich war der Unglückliche der Privatier Jos. Lacense von hier, welcher seit einigen Tagen vermißt wird und, wie in Betracht seiner sehr günstigen Verhältnisse kaum zu bezweifeln, durch einen unglücklichen Zufall in die Isar gerathen ist. (M. B.)

Bayerische Landeszeitung Nr. 77. München; Mittwoch, den 30. März 1870.

Passauer Zeitung (8.4.1870)

München, 6. April. Der seit einigen Tagen vermißte Privatier Hr. Joseph La Cense wurde bei Freimann ertrunken aus der Isar gezogen. (Der Verunglückte war ein sehr edler Mann. Ein naher Verwandter von ihm ist ein angesehener Geistlicher in Niederbayern. D. R.)

Passauer Zeitung No. 97. Freitag, den 8. April 1870.

Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik (15.6.1870)

Danksagung.

Für die bei der am 12. Juni stattgehabten Beerdigung und dem am 13. Juni erfolgten Gottesdienste für unsern unvergeßlichen Schwiegervater, Großvater und Onkel

Herrn
Joh. La Cense,
k. bayer. pens. Major,

erwiesene liebevolle Theilnahme von Seite seiner Verwandten, Freunde und Bekannten, sowie desgleichen bei der Beerdigung und dem Gottesdienste seines kürzlich verstorbenen lieben Sohnes

Herrn
Josef La Cense,
Privatier,

sprechen wir hiemit unsern herzlichsten Dank aus.

München, den 13. Juni 1870.

Julie La Cense,
Privatierswittwe,
mit ihren 2 unmündigen Kindern.

Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik Nr. 166. Mittwoch, den 15. Juni 1870.

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Josef La Cense

* 1864
† 29.10.1868 (München)
Privatiers-Sohn

Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik (30.10.1868)

Todes-Anzeige.

Nachdem uns vor 2 Monaten unser liebes Kind Richard durch den Tod entrissen wurde, gefiel es Gottes unerforschlichem Rathschlusse, unser ältestes Kind

Joseph La Cense,
Privatierssohn,

3 Jahre 10 Monate alt, zu seinen Engeln in die ewige Heimath abzurufen.

Um stilles Beileid und frommes Andenken bitten

München am 29. Oktober 1868.

Die tiefbetrübten Eltern.

Die Beerdigung findet Samstag, den 31. Oktober l. J., Nachmittags 3 Uhr, vom südlichen (alten) Gottesacker aus statt.

Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik Nr. 304. Freitag, den 30. Oktober 1868.



© Reiner Kaltenegger · Gräber des Alten Südfriedhofs München · 2007-2026


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