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Die Grabinschrift ist nicht erhalten
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Sckell, Eugen; 31.5.1842 (Nymphenburg/München) – (18).3.1899 (München); Oberst a. D.
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* 31.5.1842 (Nymphenburg/München)
† (18).3.1899 (München)
Oberst a. D.
Bayerische Chronik.
München, 17. März.
Beerdigung. Im südlichen Friedhof wurde heute Nachmittag der kgl. bayerische Oberst a. D. Eugen Sckell begraben. Unter den Leidtragenden, die dem reich geschmückten Sarg folgten, befanden sich Generalmajor v. Grauvogl, Generalmajor Franck, Oberst Windisch, Offiziere des Pionier-Detachements und Eisenbahn-Bataillons u. v. A. m. Geboren am 31. Mai 1812 zu Nymphenburg, trat Sckell noch im Jahre 1859 in die oberste 6. Klasse des Kadettenkorps, wurde 1860 Junker im Geniekorps und 1863 zum Unterleutnant befördert. Im Jahre 1866 wurde er zur Geniedirektion nach Germersheim versetzt. Der Feldzug 1870/71 sah ihn thätig bei der Einschließung von Bitsch und als Ordonnanzoffizier der 2. Infanterie-Division vor Paris. Er blieb dann bis zur Beendigung der Occupation in Frankreich. 1876 wurde er zum 2. Pionier-Bataillon versetzt, 1877 zum Hauptmann und 1878 zum Kompagniechef ernannt. Im Jahre 1881 kam er zur kaiserl. Fortifikation Ulm und 1886 als Major zum Stab des 2. Pionier-Bataillons. Im Herbst jenes Jahres übernahm Sckell das Kommando des 1. Pionier-Bataillons in Ingolstadt, wo er 1889 zur Fortifikation kam und ihm die Direktion der Festungsbauten übertragen wurde. In allen diesen Stellungen hat er sich die größte Anerkennung seiner Vorgesetzten, wie auch die der Allerhöchsten Stelle erworben; im Jahre 1890 wurde er durch Verleihung des Michaels-Ordens und im Frühjahr 1893 bei seiner erfolgten Dispositionsstellung durch Verleihung des Charakters als Oberst ausgezeichnet. Vom April 1893 an war er als Landwehrbezirkskommandeur zu Vilshofen thätig, welchen Posten er noch fünf Jahre versah. – Als der Sarg in das Grab gesenkt wurde, wurden die üblichen Ehrensalven abgegeben. Kränze waren vom Offizierkorps des 1. Pionier-Bataillons, von den Offizieren des Pionier-Detachements u. A. m. niedergelegt worden.
Allgemeine Zeitung Nr. 77. München; Samstag, den 18. März 1899.