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Das Grab ist nicht erhalten
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Weinrich, Elise von; – 5.1.1891 (Burghausen), 86 Jahre alt; Kriegsministers-Tochter
Weinrich, Georg von; 1768 (Mainz) – 12.12.1836 (München); Generalleutnant und Kriegsminister
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* 1768 (Mainz)
† 12.12.1836 (München)
Generalleutnant und Kriegsminister
Miszellen.
Nekrolog. Der am 13. Dez. d. J. verstorbene königl. bayerische Generallieutenant und Kriegsminister Georg von Weinrich war im Jahr 1768 zu Mainz geboren, und der Sohn eines kurmainzischen Militärs. Schon im 17ten Lebensjahre trat er als Kadet die militärische Laufbahn an, und wurde im Jahr 1786 Offizier. Im Jahr 1807 rückte er in fürst-primatischen Diensten zum Stabsoffizier vor. Bey der Abtretung des Fürstenthums Aschaffenburg an Bayern wurde er, nebst seinem Vater, der im Jahr 1826 als Generalmajor und Festungskommandant von Ingolstadt starb, in bayerische Dienste übernommen, ward im Jahr 1815 zum Obersten, im Jahr 1825 zum Generalmajor befördert, und befehligte eine Infanterie-Brigade, bis ihm Jahr 1829, bey der neuen Formation des Kriegsministeriums, das Portefeuille desselben Anfangs provisorisch, dann definitiv mit Ernennung zum Kriegsminister übertragen wurde. Am 25. August 1834 erhielt er den Charakter als Generallieutenant, und am 28. Oktober 1835 die Ernennung zum Oberst-Inhaber des 14ten Infanterie-Regiments in Aschaffenburg, welchem er früher als Oberst vorgesetzt gewesen war. Nach einer Krankheit von 6 Tagen, die noch am Vorabend auf Besserung hoffen ließ, erlag er einem Brechruhranfall im 69sten Lebensjahre.
Augsburger Postzeitung Nro. 353. Ein Blatt statistisch-politischen Inhaltes. Sonntag, den 18. Dezember 1836.
Aschaffenburg, den 23. Dez. Das Offizierkorps des hier garnisonirenden Linien-Infanterieregiments veranstaltete gestern in der Stiftskirche dem Andenken seines kürzlich in München verstorbenen Proprietärs, Generallieutenant und Kriegsminister von Weinrich, zu Ehren, einen feyerlichen Trauergottesdienst.
Augsburger Postzeitung Nro. 363. Ein Blatt statistisch-politischen Inhaltes. Mittwoch, den 28. Dezember 1836.
v. Weinrich,
Kriegsminister und Generallieutenant zu München;
geboren im J. 1768, gestorben den 11. Dec. 1836.
Zu Mainz geboren, war er ein Sohn des im Jahr 1826 zu Ingolstadt verstorbenen Generalmajors und Stadtkommandanten von Weinrich. Mit dem 17. Jahre hatte er als Kadet seine Laufbahn begonnen und nachdem er in allen untern Graden rühmlich gedient hatte, erfolgte im Jahre 1786 seine Beförderung zum Offizier. Im Jahre 1807 wurde er Stabsoffizier und 1815 Oberst und Regimentscommandant. Während seiner langen Dienstzeit hat er zehn Feldzügen auf ehrenvolle Weise beigewohnt. Im Jahre 1825 zum Generalmajor und Brigadier befördert, befehligte er bis 1829 eine Infanteriebrigade, worauf ihm bei der neuen Formation des Ministeriums das Portofeuille desselben übertragen und er noch im nämlichen Jahre zum Kriegsminister ernannt wurde. Der Abscheu, welchen er vor der Cholera hatte, schien eine Vorahnung seines durch dieselbe herbeigeführten Todes zu sein, dem er in einem Alter entgegen ging, in welchem er noch lange dem Staate und den Seinigen hätte nützen können.
Neuer Nekrolog der Deutschen. Weimar, 1838.