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Grabstätte
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Johann Nepomuk von Ruoesch

* 30.6.1819 (München)
† 8.12.1870 (Beaugency/Frankreich)

Hauptmanns-Sohn / Major

Biographieen der in dem Kriege gegen Frankreich gefallenen Offiziere der Bayerischen Armee (1871)

Major Nepomuk von Ruoesch,

geboren den 30. Juni 1819 zu München, als der Sohn des Hauptmanns von Ruoesch. Im Jahre 1833 trat er am 27. Juli als Freiwilliger ins 3. Jäger-Bataillon, wurde jedoch, als er in kgl. griechische Dienste den 12. Februar 1834 übertrat, verabschiedet. Zwei Jahre stand er in griechischen Diensten und focht während dieser Zeit gegen die Mainotten.

Wieder nach Bayern zurückgekehrt, wurde er im Jahre 1845 den 31. Oktober zum Unterlieutenant im 4. Jäger-Bataillon ernannt, den 23. Dezember 1849 zum Oberlieutenant im 7. Infanterie-Regimente, am 16. Mai 1859 zum Hauptmann II. Classe im 6. Jäger-Bataillon, den 29. Mai 1864 zum Hauptmann I. Classe befördert und als Stabshauptmann zum 10. Jäger-Bataillon versetzt.

Im Jahre 1866 nahm er Antheil an den Gefechten von Roßdorf und Kissingen. Im Jahre 1870 leistete er dem Rufe des Vaterlandes freudigen Herzens Folge, und fand gleich Anfangs bei Weißenburg und dann bei Wörth, nach welcher Schlacht er (am 12. August) zum Major im Infanterie-Leib-Regimente befördert wurde, Gelegenheit sich auszuzeichnen. Später focht er bei Artenay und Orleans mit vieler Bravour, überstand glücklich die Novembertage, bis ihn am 8. Dezember in der Schlacht bei Beaugency eine feindliche Kugel tödtlich traf. Die Leiche des Major von Ruösch wurde nach München übergeführt.

Seine Brust schmückten die Großherzoglich Badische Gedächtniß-Medaille für 1849 und das kgl. griechische Denkzeichen für die Freiwilligen. Das Ritterkreuz I. Classe des Militair-Verdienstordens, welches dem tapfern Offizier zuerkannt wurde, traf ihn nicht mehr am Leben.

Biographieen der in dem Kriege gegen Frankreich gefallenen Offiziere der Bayerischen Armee. Nürnberg, 1871.



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