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CARLO
RESTALLINO
PORTRAITMALER
1776 DOMODOSSOIA
1864 MÜNCHEN
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* 1776 (Domo d’Ossola/Italien)
† 3.7.1864 (München)
Portraitmaler
Restallino (Karl), zu Zornasco im Königreich Itlien 1776 geboren, lernte die Anfangsgründe der Zeichen- und Malerkunst in der Gallerie zu München unter der Leitung des Hofkammerraths und Vice-Direktors Jakob Dorner, und bildete sich dann vollends beim Hofmaler Mathias Klotz. Er unternahm hierauf Reisen nach dresden und Berlin, und endlich auch nach Italien. Anfangs malte er in Oel, widmete sich aber in der Folge ganz der Miniaturmalerei, worin er solche große Fortschritte machte, daß er 1808 als Königl. Hofmaler zu München mit Gehalt angestellt wurde. Unter seine vorzüglichsten Gemälde in Miniatur gehören: die Porträte Ihrer Majest. des Königs und der Königin von Baiern, der verwittweten Herzogin von Pfalzzweibrücken, Maria Amalie Königl. Hoheit, und der verwittweten Churfürstin von Pfalzbaiern, Maria Leopoldine Durchl. Kenner zählen ihn unter die ersten der jetzigen Künstler in Miniatur-Gemälden.
Felix Josef Lipowsky: Baierisches Künstler-Lexikon. München, 1810.
Restallino, Carl, geb. zu Zornasco in Italien 1776, lernte die Anfangsgründe der Zeichen- und Malerkunst in der Münchner Galerie unter Dorner’s Leitung und bildete sich dann vollends bei Klotz und durch seine Kunstreisen nach Dresden, Berlin und Italien. Er malte anfangs in Oel, legte sich aber in der Folge ganz auf Miniaturmalerei und machte bald solche Fortschritte, daß er 1806 königl. bayer. Hofmaler wurde. Man zählt ihn unter die ersten Miniaturmaler neuerer Zeit.
Neues Maler-Lexicon zum Handgebrauch für Kunstfreunde. Nürnberg, 1833.
Restallino, Carlo, Miniaturmaler, wurde 1776 zu Zornasco in Italien geboren, kam aber schon in jungen Jahren nach München und genoss da anfänglich den Unterricht Jacob Dorners. Später begab er sich unter die Leitung des Hofmalers Math. Klotz, unternahm hierauf eine Reise nach Dresden und Berlin und zuletzt nach Italien, da er sich dem strengeren historischen Fache widmen wollte, später malte er ausschliesslich in Miniatur. Er porträtirte den König Maximilian, die Königin Therese und fast alle andern Mitglieder des königlich bairischen Hofes. Der König Maximilian ernannte ihn zum Staatspensionär.
T. Biehler: Über Miniaturmalereien. Mit Angaben vieler Künstler und Hofbibliotheken, welche interessante Manuscripte mit Miniaturen besitzen. Wien, 1861.
Danksagung.
Für die so zahlreiche und ehrende Theilnahme sowohl während der langen Krankheit als bei dem Leichenbegängnisse und Gottesdienste meines theueren Gatten,
Herrn
Carl Restallino,
Miniaturmaler und Staatspensionär,
spreche ich hiemit allen Verwandten, Freunden und Bekannten meinen tiefgefühltesten Dank aus.
München, den 7. Juli 1864.
Die tieftrauernde Gattin
Therese Restallino,
geb. Klotz.
Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik Nr. 190. Freitag, den 8. Juli 1864.
Restallino, Carlo, Miniaturmaler in München, geboren zu Zornasco in Italien im Jahr 1776. Er kam früh nach München und erlernte daselbst die Kunst bei J. Dorner und M. Klotz, worauf er sich durch Reisen nach Dresden, Berlin und Italien weiter ausbildete. Im Jahre 1808 wurde er königlicher Hofmaler in München und ist nunmehr pensionirt. Wir nenen von seinen Arbeiten: die Bildnisse des Königs Maximiian, der Königin Karoline, der Herzogin Maria Amalia von Zweibrücken.
Literatur. Lipowsky, Bayrisches Künstlerlexikon. Müller, Universallexikon für München.
Friedrich Müller: Die Künstler aller Zeiten und Völker. Stuttgart, 1864.
Carl Restallino, geschickter Miniaturmaler, geb. zu Domo d‘Ossola in Piemont 1776. Er kam früh nach München, wo er den Unterricht des M. Klotz und J. Dorner genoss. Seine Arbeiten fanden bald Beifall und zogen besonders die Aufmerksamkeit des Hofes auf sich. Er war zu seiner Zeit der geachtetste Miniaturmaler Münchens. Seit 1820 wirkte er als Zeichnenlehrer am Max-Joseph-Stift. 1864 starb er. Auf Werken seiner Hand kommt die oben stehende Abkürzung vor [Rest.].
Dr. Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler aller Schulen, welche sich zur Bezeichnung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens, der Initialen des Namens, der Abbreviatur desselben etc. bedient haben. München, 1871.
Restallino, Carlo, Maler, geb. 1776 in Zornasco (Domo d’Ossola), † 1864 in München, Schüler von J. Dorner und M. Klotz das. Er besuchte auch Dresden und Berlin, sowie sein Vaterland. Er malte Miniaturen und wurde 1808 Hofmaler in München, 12 Jahr später am Max Joseph-Stift das. Er malte Bildnisse, drunter viele vom Bayrischen Hof.
Allgemeines Künstler-Lexicon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Herausgegeben von Hans Wolfgang Singer. Vierter Band. Frankfurt am Main, 1901.
Restallino Carlo, 1776 (Domo d’Ossola/Italien) – 1864, Porträt- und Miniaturmaler; schon neunjährig kam R. nach München, lernte die Anfangsgründe der Zeichen- und Malerkunst bei J. Dorner und bildete sich dann vollends bei M. Klotz aus; das Porträtmalen war sein Hauptfach; er malte u. a. Porträts von König Max I., Königin Karoline, Kronprinz Ludwig (späteren Ludwig I.), Kronprinzessin (bzw. Königin) Therese, Herzog Max in Bayern und Kronprinz Max (späteren König Max II.); von R. stammen auch Porträts von Fürsten zu Berlin, Dresden, Karlsruhe und Regensburg (Thurn und Taxis); seine letzte Arbeit war die Porträtierung der sämtlichen jüngeren Mitglieder der königlichen Familie im Auftrag König Ludwigs I.; König Max I. hatte R. zum Staatspensionär ernannt.
© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.