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8 – 9 – 2* (Kaul)

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Das Grab ist nicht erhalten

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Johann Kaul

† 10.1863 (München), Tod durch Selbstmord
Regierungsrat

Neues bayerisches Volksblatt (1.11.1863)

Morgenpost am 1. November.

München, 31. Oktbr. Diesen Morgen wurde bei der Westermühle ein männlicher Leichnam aus dem Isarkanale gezogen und als der des k. Regierungsrathes Johann Kaul recogniscirt. Es kann nicht den mindesten Zweifel unterliegen, daß der Unglückliche in einem Anfalle von Geistesstörung welche sich gestern Abend evident zeigte, den Tod in der Isar gesucht hat.

Neues bayerisches Volksblatt Nr. 301. Stadtamhof; Sonntag, den 1. November 1863.

Ingolstädter Tagblatt (2.11.1863)

Vaterländisches.

In neuerer Zeit häufen sich in München die Selbstmorde. Vor Kurzem suchten mehrere junge Mädchen aus Liebesgram in der Isar ihren Tod, am Donnerstag wurde bei der Kaiblmühle die Leiche eines unbekannten Mannes aus dem Kanal gezogen und gestern früh fand man oberhalb der Westermühle im Isarkanal die Leiche des k. Regierungsrathes Kaul bei der Staatschuldentilgungskommission. Derselbe ging am Freitag Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr von seinem Bureau, wo man schon öfters Spuren von Geistesstörung an ihm bemerkte, weg und wie es scheint geradezu nach dem Kanal oberhalb dem Gottesacker, um dort den Tod zu suchen. Für den Unglücklichen gibt sich allgemeine Theilnahme kund.

Ingolstädter Tagblatt No. 306. Montag, den 2. November 1863.



© Reiner Kaltenegger · Gräber des Alten Südfriedhofs München · 2007-2026


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