Inhalt | Register | |



9 – 1 – 15·16 (Triva)

Ω

JOHANN NEPOMUK
GRAF VON TRIVA
1755 – 1827
GENERAL DER ARTILLERIE
KGL. BAYER. KRIEGSMINISTER

Ω

»Gestern Abends 5 Uhr erfolgte das feyerliche Leichenbegängniß Sr. Exc. des verstorbenen Hrn. Generals der Artillerie, Grafen v. Triva, mit allen seinem Range gebührenden Ehrenbezeigungen, unter dem Oberkommando Sr. Excell. des Herrn Generals der Infanterie,Frhrn. v. Raglovich, wobey eine unzählige Menge Menschen sowohl auf den Straßen, welche der Zug passirte, als auf und vor dem Friedhofe, sich einfanden.«

|||

Johann Nepomuk Josef Florian Graf von Triva

* 20.9.1755 (München)
† 8.4.1827 (München)
General und Kriegsminister

Friedens- und Kriegs-Kurier (19.4.1827)

Deutschland.

München, 12. April. Gestern Nachmittags 5 Uhr hatte das Leichenbegängniß des verstorbenen Hrn. Staatsministers, Generallieutenants der Artillerie, Grafen von Triva, auf die ausgezeichnetste Weise Statt gefunden. Der große Leichenkondukt bestand aus dem kön. 1. Cuirassierregimente, dem kön. Leibregimente, dem 1. und 2. Linieninfanterieregimente mit ihren Musiken, Fahnen and Standarten, den technischen Compagnieen und zwei 12 Pfünder Batterieen unter dem Kommando des Hrn. Generallieutenauts und Flügeladjudanten Sr. Maj. des Königs, Grafen v. Pappenheim. Der Zug bewegte sich von dem Sterbehause am Karolinenplatze aus, durch die Stadt nach dem Leichenacker. Der mit den Insignien der hohen Würde des Verlebten reichgeschmückte Sarg wurde von acht Feldwebeln getragen und von vier Obersten und vier Majors begleitet. Die hohe Generalität, alle Militärbeamte und Offiziere der Garnison, so wie viele Civilbeamte begleiteten den Sarg zur Gruft, und die aus dem großen Geschütze und den Gewehren der Infanterieregimenter dreimal gegebenen Ehrensalven verkündeten den Bewohnern der Hauptstadt, dass dem dunkeln Schooße die verlebten Reste eines Mannes übergeben worden, welcher sich auf seinem wichtigen Standpunkte in einer langen Reihe von Denstesjahren während der verhängnißvollsten Zeitepoche große Verdienste um den König und das Vaterland erworben hat.

Friedens- und Kriegs-Kurier Nro. 94. Nürnberg; Donnerstag, den 19. April 1827.

Neuer Nekrolog der Deutschen (1829)

130. Johann Nepomuk Graf v. Triva,

königl. baier. General der Artillerie, ehemaliger Kriegsminister u. Staatsrath, Großkreuz des Militär-Max. Josephs u. des Civil-Verdienstordens der baier. Krone, Kapitular des Ordens vom heil. Hubertus, Groß-Offizier der franz. Ehrenlegion u. Ritter des russ. St. Annenordens 1r Klasse zu München; geb. d. 20. Sept. 1755, gest. d. 8. April 1827.

Wenn große Männer vom Schauplatz abtreten und die Stufe verlassen, auf die sie Verdienst oder Geburt gestellt hat, dann folgt ihnen die Geschichte zu Grabe und zeichnet dort nach dem Ausspruche der Hinterbliebenen ihre Thaten auf. Dem verewigten Grafen von Triva, diesem langjährigen und treuen Diener des baierschen Hauses ist sein Vaterland großen Dank schuldig geworden. Er war zu München geboren; die Familie Triva stammt aber eigentlich aus Italien, von der ein Glied derselben, der Hofrath Askan Triva, zu Anfang des vorigen Jahrhunderts in Baiern erst geadelt wurde. Sein Enkel war so glücklich, daß er seiner Voreltern bürgerliche Abkunft gänzlich vergessen machte. In den ersten Feldzügen gegen die französische Republik sehen wir ihn schon als Obersten und Chef eines Infant.-Reg. und namentlich im Feldzuge vom J. 1799 als Befehlshaber des baier. Kontingents in der Reichsfestung Philippsburg. Die schöne Vertheidigung dieses Platzes wird dem Grafen Salm, dem damaligen Gouverneur, stets zur Ehre gereichen, von der jedoch auch ein Theil dem Hrn. v. Triva zukommt. Im Feldzuge des J. 1800 wohnte er der Schlacht von Hohenlinden bei und wurde hierauf nach wiederhergestelltem Frieden zum Brigadegeneral und Generalquartiermeister ernannt. Im März 1804 vertraute ihm der Kurfürst, sein Herr, den hohen Posten als Vorstand des Geheimen-Kriegsbüreaus, welches im J. 1808 die Benennung »Ministerium der Armee« erhielt. Auch jetzt blieb dem zum Generallieutenant vorgerückten Offiziere wieder das Portefeuille dieses Ministeriums, jedoch nur mit dem Titel eines Minister-Staatssekretär, da sich der König selbst noch die persönliche Leitung des Kriegswesens vorbehielt. Doch zwei Jahre darauf übertrug ihm der König die ausschließliche Leitung des Kriegswesens des Reiches, ernannte ihn zum Beisitzer des Staatsrathes und wirklichen Kriegsminister, wie er ihn früher schon zum Großwürdenträger zweier Orden erhoben hatte.

In den Tagen der rheinischen Conföderation, der sich manche unserer Zeitgenossen mit Schmerz erinnern, weil sie nur der Uebel, aber nicht der Vortheile derselben gedenken, in jener glanzvollen Periode, wo Baierns tapfere Krieger so oft Ruhm und Ehre ernteten, zierte der Kaiser Napoleon, die Verdienste v. Triva’s anerkennend, ihn mit dem großen Bande der Ehrenlegion.

Als die Verbindung mit Frankreich ihr Ende erreicht hatte und der Austritt des Grafen Montgelas aus dem Ministerium eine gänzliche Veränderung in der Staatsverwaltung erwarten ließ, behielt dennoch v. T. sein Portefeuille, bis ihn endlich fortdauernde Kränklichkeit zwang, im J. 1823 um seine Entlassung aus dem Staatsdienste nachzusuchen, die ihm der König in den huldvollsten Ausdrücken zugestand. Was v. T. während der 20 J. seiner Verwaltung für das Wohl des Vaterlandes gethan, wie er, unbeschadet der Verdienste des Feldmarschalls Fürsten Wrede, so wesentlich zur Umgestaltung der Streitkräfte Baierns wirkte, wie er die Errichtung der Nationalgarden und der Landwehr anordnete, die Kriegsschulen verbesserte, Militärwittwen und Waisenfonds begründete und was er überhaupt für den Ruhm des baier. Heeres geschaffen, wird das dankbare Vaterland nie vergessen, wie ihn auch der König in Berücksichtigung seiner großen Verdienste im Dec. 1816 in den Grafenstand erhob und die letzten Jahre seines Ministeriums noch mit dem Hubertusorden zierte. Die letzten Jahre seines Lebens bildeten ein ununterbrochenes Krankenlager. Sein hohes Alter und die allgemeine Entkräftung ließen kein Aufkommen mehr gedenken und so starb er denn alt und lebensmüde – ergeben in den Willen des Höchsten. Wir haben bereits der weltbürgerlichen Verdienste des Verewigten gedacht, wir dürfen nun auch der Biederkeit seines Herzens gedenken und erinnern deswegen nur an sein Benehmen gegen den Sohn des berüchtigten Speckbacher Insurgenten-Chefs von Tyrol, dem er Vater und Freund ward und von dem uns Bartholdy einen rührenden Brief aufbewahrt hat. Sein Andenken wird den Baiern stets theuer seyn.

Neuer Nekrolog der Deutschen. Ilmenau, 1829.

Allgemeine Deutsche Biographie (1894)

Triva: Johann Nepomuk Joseph Florian Graf v. T., königlich bairischer General der Artillerie und Kriegsminister, ward am 26. September 1755 als der Sohn des Commissärs beim Oberhofmeisterstabamte von Triva zu München geboren, trat nach dem frühzeitig erfolgten Tode seiner Eltern am 1. September 1766 als Regimentscadett in das kurfürstliche Heer und ward am 1. December des nämlichen Jahres in das »innere« oder »noble« Cadettencorps aufgenommen, dessen Zöglinge eine höhere Stellung einnahmen als die dem »äußeren« angehörigen. Aus dieser Anstalt kam er am 26. September 1772 als Pikeur und Fähnrich zumIngenieurcorps und ward zunächst beim Festungsbau in Rothenberg verwandt, 1780 aber, nachdem ihm 1777 der Charakter als Unterlieutenant verliehen war und er sodann eine Compagnie gekauft hatte, in das zu Neuburg an der Donau garnisonirende Infanterieregiment Kronprinz, jetzt 2. Infanterieregiment, versetzt. Veranlassung zu diesem Schritte gab ihm seine 1779 erfolgte Verheirathung mit einer Tochter des Regierungsrathes von Velhorn zu Amberg, die Möglichkeit gewährte ihm der Besitz eines kleinen Vermögens.

1785 kam er als Secondmajor zum Infanterieregimente Pfalzgraf Max (jetzt 8. Infanterieregiment) nach München in Garnison, wo demnächst Graf Rumford ihn bei der Anlage des englischen Gartens gebrauchte, 1791 starb seine Gattin. Im November 1792 führte ihn der Krieg gegen Frankreich ins Feld und namentlich im Jahre 1793 fand er mehrmals Gelegenheit sich hervorzuthun, so daß er zu den ersten gehörte, welche 1795 das Militärehrenzeichen, den Vorläufer des Militär-Max-Joseph-Ordens, erhielten. Er dankte diese Auszeichnung vornehmlich seinem tapferen Verhalten als Bataillonscommandeur bei dem fehlgeschlagenen Versuche in der Nacht vom 16.–17. Juni 1793 die Laufgräben gegen die Festung Mainz zu eröffnen, der Umsicht, welche er einige Monate später bei der Ausführung von Feldbefestigungsanlagen im Elsaß bewies, und der Standhaftigkeit, welche er als Führer eines combinirten Regiments am 22. December jenes Jahres bei einem Rückzugsgefechte auf dem späteren Schlachtfelde von Wörth an den Tag legte. Nach seiner im Herbst 1795 erfolgten Heimkehr aus dem Felde kam er als Oberst und Commandeur zum 2. Grenadierregiment, in welchem er seine infanteristische Laufbahn begonnen hatte und welches jetzt in München stand, 1797 vermählte er sich zum zweiten Male mit der Kammerdienerin der verstorbenen Kurfürstin Elisabeth, Fräulein v. d. Stockh. Das Jahr 1798 rief ihn von neuem auf den Kriegsschauplatz am Oberrhein. Ungeachtet seines, bei einem Officier auffallenden, auf die ihm erwachsenden Kosten begründeten Sträubens und der von ihm ausgesprochenen Bitte, man möge ihn in München belassen und ihn lieber im Generalstabe oder beim Hofkriegsrathe verwenden, mußte er das Commando der zur Reichsarmee gehörigen bairischen Truppen übernehmen. Seine Theilnahme an der Vertheidigung von Philippsburg trug ihm von neuem die Anerkennung seiner Vorgesetzten ein.

Inzwischen war am 16. Februar 1799 Kurfürst Karl Theodor gestorben. Sein Tod verhinderte die Ausführung weitgehender Pläne, durch welche das Heerwesen umgestaltet werden sollte und die auch T. Beförderung gebracht haben würden. Der Nachfolger, Kurfürst Maximilian IV. Joseph, erkannte aber ebenfalls die Nothwendigkeit einer gründlichen Reform und nahm sich sofort vor T. eine wichtige Rolle dabei zuzuweisen. Zunächst indessen mußte dieser die Stellung als Generalquartiermeister bei einem Hülfscorps übernehmen, welches Baiern unter dem Befehle des Generallieutenants Freiherrn v. Zweibrücken im englischen Solde zum Kriege gegen Frankreich stellte. Mit diesem wohnte er dem Feldzuge|des Jahres 1800 bei, ohne, da seine Geschäfte nicht die vom Inhaber der gleichnamigen Stellung gegenwärtig zu erledigenden sondern die eines Intendanten waren, zu eigentlich soldatischer Thätigkeit zu gelangen. Am 14. Juni war er außer der Reihe zum Generalmajor befördert. Eine im folgenden Jahre geschlossene Verbindung seiner Tochter erster Ehe mit dem später sehr einflußreichen Staatsrath Krauß blieb nicht ohne Einfluß auf Triva’s eigene Laufbahn. Diese gestaltete sich immer günstiger. Wenn auch die Stellung als Generalquartiermeister der Armee, welche ihm 1802 zu Theil wurde, damals nicht diejenige Bedeutung hat, welche die eines Chefs des Generalstabes jetzt beanspruchen darf, so ward sie doch unter T. zu einer sehr gewichtigen, da er das Ohr des Kurfürsten hatte und zugleich Chef des Militärcabinets war.

Schon zu jener Zeit leitete er die gesammten inneren Heeresangelegenheiten. Auch begannen bereits damals die bedeutenden Zuwendungen an Geld und Geldeswerth in Gestalt von Gageerhöhungen u. s. w., durch welche der Kurfürst Triva’s Leistungen zu wiederholten Malen anerkannte und belohnte. Des letzteren Geschäfte vermehrten sich bald durch die in Gemäßheit des Reichsdeputationshauptschusses vom 25. Februar 1803 eingetretene Erweiterung der bairischen Grenzen und die damit zusammenhängende Verstärkung und Neugestaltung des Heeres. Die letztere veranlaßte, daß am 9. März 1804 ein neues Amt geschaffen wurde, dessen Inhaber – zunächst »Chef des geheimen Kriegsbüreaus«, seit 1808 »Ministerstaatssecretär im Kriegswesen«, seit 1814 »dirigirender Minister des Kriegswesens«, seit 1817 »Staatsminister der Armee« betitelt – an der Spitze der gesammten Verwaltung stand. Das Amt ward T. übertragen, welcher am 28. September d. J. zum Generallieutenant aufrückte. Die Theilnahme der bairischen Truppen am Kriege des Jahres 1805 bewies, daß Triva’s Friedensthätigkeit eine höchst ersprießliche gewesen war, Kaiser Napoleon erkannte sie durch Verleihung des Großofficierkreuzes der Ehrenlegion und einer Ordenspension von 5000 Francs an, T. selbst aber war bestrebt, die in diesem sowie bei den nachfolgenden Kriegen gemachten Erfahrungen zu immer weiteren Verbesserungen auszunützen. Die große Zahl der durch ihn geschaffenen Einrichtungen legt Zeugniß für seine umfassende Wirksamkeit und sein Verständniß ab. Am lautesten aber sprechen für seine Leistungen die in den zehn Jahren von 1805 bis 1815 stets erneuten Truppenaufstellungen, zuerst im Dienste der Heeresfolge Napoleon’s, dann für die Ziele der Befreiungskriege und nach Beendigung der letzteren die den geänderten Verhältnissen angepaßte Neuorganisation der Armee. Wenn es dabei auch nicht ohne Mißgriffe abging, so zeugen doch die getroffenen Anordnungen sämmtlich von Triva’s Sachkenntniß, seinem richtigen Urtheile und seiner Thatkraft. Die Anerkennung blieb nicht aus. König Maximilian Joseph ernannte ihn am 11. Januar 1811 zum General der Artillerie, einer Waffe, welcher er selbst freilich nie angehört, in der aber sein Vorgänger Rumford den Rang eines Generallieutenants bekleidet hatte; am 3. Dec. 1816 nahm der König ihn für sich und für seine Nachkommen in den Grafenstand des Königreiches auf; nachdem er ihn am 1. März 1806 zum Großkreuze des an diesem Tage gestifteten Militär-Max-Josephordens ernannt hatte, verlieh er ihm am 20. October 1820 den Haus- und Ritterorden des Heiligen Hubertus, welcher meist nur fürstlichen Personen zu Theil wurde.

Am 26. Sept. 1822, an welchem Tage er vor fünfzig Jahren in den Truppendienst getreten war, erhielt er den erbetenen Abschied nebst vollem Gehalte, Rang und Titel. Er hatte schon ein Jahr früher um seine Versetzung in den Ruhestand nachsuchen wollen, zumal in Aussicht stand, daß Wrede, mit dem er nicht immer übereinstimmte, den Oberbefehl des Heeres übernehmen würde, hatte aber den Gedanken aufgegeben, weil er das Bedürfniß fühlte, bevor er aus dem Amte schiede, der Ständeversammlung Rechenschaft über seine gesammte Geschäftsführung und auch über seine persönlichen Einnahmen, abzulegen. Die Stelle als Chef des Generalstabes hatte er schon im J. 1820 an General v. Raglovich abgetreten; man warf ihm vor, daß er für diesen Zweig seiner Geschäfte nicht das genügende Interesse und auch nicht hinreichendes Verständniß gezeigt habe. T. hatte überhaupt viele Gegner. Seine langsame, trockene, etwas pedantische Natur paßte weder für den hochangelegten, lebhaften Kronprinzen Ludwig noch für den frischen thatkräftigen Wrede und die Mehrzahl der Officiere glaubte, daß seine Fähigkeiten die eines tüchtigen Verwaltungsbeamten und pünktlichen, ordnungsliebenden Geschäftsmannes seien, daß sie aber für die Ansprüche, welche sein Amt machte, nicht ausreichten und daß sein Gesichtskreis ein beschränkter sei, dabei verletzte sein rauhes unfreundliches Wesen und seine Derbheit. Seine Rechtlichkeit und seine Unparteilichkeit aber wurden allgemein anerkannt. Er starb am 8. April 1827 zu München. In ihm erlosch der Mannesstamm seines Geschlechtes. Seit dem 24. September 1842 führt ein an der Donau belegener Cavalier der Festung Ingolstadt seinen Namen.

Bayerische Bibliothek. Begründet und herausgegeben von Karl v. Reinhardstoettner und Karl Trautmann, 29. und 30. Band: Johann Nepomuk Graf v. Triva, von Adolf Erhard, Oberst z. D. und Vorstand des Kriegsarchivs. München 1892.

B. Poten.

Bernhard von Poten: Allgemeine Deutsche Biographie. Leipzig, 1894.

Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Triva Johann Nepomuk Josef Florian, von, Graf, 1755 (München) – 1827, General der Artillerie und bayerischer Kriegsminister; er stand seit 1766 in der bayerischen Armee, als Secondemajor im Infanterie-Regiment Pfalzgraf Max hat T. unter Rumford bei der Anlage des Englischen Gartens mitgewirkt, in den Revolutionskriegen zeichnete sich T. besonders aus, der unter König Max I. von Bayern die gesamten inneren Heeresangelegenheiten leitete; er wurde von ihm zum Chef des Geheimen Kriegsbureaus berufen, später zum Minister-Staatssekretär im Kriegswesen und 1814 zum Staatsminister der Armee befördert; nach den Befreiungskriegen organisierte T. die bayerische Armee neu, wobei er besonders gegen die damals noch übliche Soldatenmißhandlung eingeschritten ist; wegen Mißstimmigkeiten mit seinem Nachfolger von Wrede trat er 1822 in den Ruhestand; T. hat sich um das bayerische Heerwesen zu Beginn des 19. Jahrhunderts sehr verdient gemacht.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.



© Reiner Kaltenegger · Gräber des Alten Südfriedhofs München · 2007-2026


Erstellt mit jutoh digital publishing software (Anthemion Software Ltd.)