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Dr. Hugo Ziemssen
geb. 19. September 1858,
gest. 26. Mai 1891.
Marie von Ziemssen
geb. 1. Juli 1835,
gest. 15. März 1892.
Gertrud Ziemssen
geb. 6. Juni 1866, gest. 31. Dez. 1878.
Tafel
Dr. Hugo von Ziemssen
kgl. Geheimer Rath,
Universitätsprofessor und Direktor
des städtischen allg. Krankenhauses l. I.
Ehrenbürger der Stadt München
geb. in Greifswald 13. Dez. 1829,
gest. in München 21. Jan. 1902.
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Ziemssen, Gertrud; 6.6.1866 – 31.12.1878 (München); Krankenhausdirektors-Tochter
Ziemssen, Hugo von, Dr. med.; 13.12.1829 (Greifswald/Pommern) – 21.2.1902 (München); Arzt
Ziemssen, Hugo, Dr.; 19.9.1858 – 26.5.1891 (Leipzig)
Ziemssen, Marie von (vh) / Wakenitz, von (gb); 1.7.1835 – 15.3.1892 (München); Arzt-Gattin
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* 13.12.1829 (Greifswald/Pommern)
† 21.2.1902 (München)
Arzt
Ziemssen Hugo, Dr. med., von, 1829 (Greifswald/Pommern) – 1902, Mediziner, Universitätsprofessor und Direktor des Allgemeinen Krankenhauses. Er studierte in seiner Heimatstadt, in Berlin und Würzburg und wirkte anfangs als Privatdozent und Assistent in der Medizinischen und Poliklinik seiner Heimat; 1863 wurde er Professor der Pathologie und Therapie und Direktor der Medizinischen Klinik in Erlangen, seit 1874 wirkte Z. in gleicher Stellung in München; an dem Aufschwung der modernen Medizin hat Z. durch viele, scharfsinnige, z. T. geradezu bahnbrechende, Untersuchungen hervorragend Anteil genommen, vor allem sind seine Arbeiten über Kaltwasserbehandlung beim Abdominaltyphus, über die Anwendung der Elektrizität in der Medizin und seine lichtvolle Bearbeitung der Kehlkopf- und Speiseröhrenerkrankungen zu erwähnen; ein ganz besonderes Verdienst erwarb sich Z. um die gesamte Medizin durch sein großes »Handbuch der speciellen Pathologie und Therapie«, 17 Bde., und durch sein »Handbuch der allgemeinen Therapie«, 4 Bde.; als einen Teil des ersten Werks gab er zusammen mit M. Pettenkofer ein »Handbuch der Hygiene und der Gewerbekrankheiten«, 3 Bde., heraus; er hat auch ein wissenschaftliches Institut für die klinische Medizin und ein Physikalisches Therapeutikum in München gegründet.
© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.