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Die Grabinschrift ist nicht erhalten
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* 25.7.1762 (Wollin/Pommern)
† 28.5.1842 (München)
Architekt
978. D. 28. [Mai 1842] zu München der k. baier. wirkl. Geheimerath Carl Fr. v. Wiebeking, ehemal. Generaldirektor des Wasser-, Brücken- und Straßenbaues, Komthur und Ritter mehrerer Orden, vorher seit 1796 landgräfl. hessen-darmst. Steuerrath und Oberrheinbauinspektor, 1802–1805 k. k. Hofrath u. Referent in Sachen des Bauwesens bei den höchsten Hofstellen zu Wien, als Schriftsteller (»Ueber topograph. Karten« 1792, »Beiträge zum prakt. Wasserbau u. zur Maschinenlehre« 1792, »Beiträge zur kurpfälz. Staatengeschichte von 1742–92« 1793, »Theoret.-praktische Wasserbaukunst« 5 Bde. mit 101 Kpfrn. 1798–1805, 2. Aufl. 4 Bde mit 153 Kpfrn. 1811–17, »Beiträge zur Wasser-, Brücken- u. Straßenbaukunde« 1808, »Beiträge zur Brückenbaukunde« 1809 u. 1812, »Von dem Einflusse der Bauwissenschaften auf das gemeine Wohl und die Civilisation« 1819, »Theor.-prakt.-bürgerliche Baukunde« 4 Bde. mit 109 Kpfrtaf. 1821–26, »Architecture civil. theoret. et pratique, enrichie de l’hist. descriptive des édifices anciens et modernes etc.« 7 Bde. mit 260 Kupfertafeln 1827–31 u. a. m.) wohlbekannt, geb. zu Wollin (Pommern) am 25. Juli 1762.
Neuer Nekrolog der Deutschen. Weimar, 1844.
Wiebeking Karl Friedrich, von, Ritter, 1762 (Wollin/Pommern) – 1842, Hydrotechniker, Architekt und Geograph; von seiner Jugend und Berufsausbildung ist wenig bekannt; W. wirkte von 1788/90 in Düsseldorf als Wasserbaumeister, übersiedelte als Steuerrat nach Darmstadt, wo ihm die Inspektion über die Rheinkorrektion anvertraut wurde, dann war er in Wien Hofrat und für Bauangelegenheiten tätig, bis er 1805 nach München berufen wurde, wo er als Geheimer Referendär der Generaldirektion des gesamten bayerischen Wasser-, Brücken- und Straßenbauwesens und schließlich als Generaldirektor dieser Behörde sich sehr verdient machte und zu Ehren kam; W. tat sich auch in Aufsätzen über Architektur und Malerei hervor.
Werke: Schriften über die Anlage hölzerner und Konstruktion eiserner Brücken, Vorschläge zu Hafenbauten in Fiume, Triest u. a., Aufsätze über Monumente der Ägypter, Inder, Phönizier und Griechen sowie über das Staatsbauwesen in Bayern, Atlas vom schiffbaren Rhein mit seinen Nebenflüssen mit 35 hydro- und topographischen Karten, auch Schriften in französischer Sprache; W. ist vor allem deshalb berühmt, weil er den Englischen Garten kanalisierte.
© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.