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Hier ruhen in Frieden
Frau Katharina Halder
Hauptmanns Gattin
geb. d. 28. Jan. 1821; gest. d. 19.April 1859.
Frau Anna Mattiowsky geb. Halder
Kaufmanns Gattin
geb. d. 13. Aug. 1849. gest. d. 14. Aug. 1883
Frau Therese Halder
Generalmajors Gattin
geb. d. 8. Mai 1818; gest. d. 21. Nov. 1886.
Herr Corbinian Halder
k. b. Generalmajor a. D.
geb. d. 4. Jan. 1817. gest. d. 31. Aug. 1888.
Exzellenz
Anton Ritter von Halder
kgl. Regierungspräsident
von Oberbayern a. D.
geb. d. 3. Juni 1845. gest. d. 19. Mai 1925.
und dessen Frau Ihre Exzellenz
Frau Selina von Halder
geb. d. 24. Aug. 1856. gest. d. 23. Nov. 1925.
Wiedersehen unser Trost und Glaube.
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Halder, Anton Ritter von; 3.6.1845 – 19.5.1925; Regierungspräsident von Oberbayern
Halder, Katharina (vh) / Dorsch (gb); 28.1.1821 – 19.4.1859 (München); Hauptmanns-Gattin
Halder, Korbinian Anton; 4.1.1817 (München) – 31.8.1888 (München); Generalmajor
Halder, Selina von (vw); 24.8.1856 – 23.11.1925
Halder, Therese (vh); 8.5.1818 – 21.11.1886; Generalmajors-Gattin
Mattiowsky, Anna (vh) / Halder (gb); 13.8.1849 – 14.8.1883; Kaufmanns-Gattin
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* 4.1.1817 (München)
† 31.8.1888 (München)
Generalmajor
Nekrologe von im Jahre 1888 verstorbenen hervorragenden Offizieren
Corbinian Anton Halder, Königlich Bayerischer Generalmajor a. D. Geb. 4. Januar 1817 zu München; gest. 31. August 1888 zu München.
Einer in Bayern wohlbekannten Artillerieoffiziers-Familie entstammend, als Sohn des Generalmajors und Max-Joseph-Ritters Anton v. Halder von Jugend an zum Militärdienste bestimmt, trat er, 1833 den 6. August zum Junker im 2. Artillerie-Regiment ernannt, aus dem Cadettencorps in die Armee und wurde am 26. October desselben Jahres im Regiment zum Unterlieutenant befördert. 1837 nach einjährigem Lehrcurs in der Salpeter-Raffinerie, 1838 den 1. Januar zur Ouvriercompagnie versetzt, bewies er besonderen Eifer und Geschick auch für das Technische, trat jedoch 1839 den 1. October wieder in den Truppendienst zum 2. Artillerie-Regiment »Zoller« zurück, und wurde in demselben 1847 den 7. April zum Oberlieutenant befördert.
Seiner Verwendbarkeit und des Eifers im Dienste zufolge 1848 den 25. April zum Regimentsadjutanten erwählt, blieb er dies bis zur erfolgten Beförderung zum Hauptmann 1849 den 9. October. Als Commandant 1853 den 11. October zur Ouvriercompagnie versetzt, führte er bis zur Versetzung in das 1. Feld-Artillerie-Regiment »Prinz Luitpold« 1856 den 29. November dies Commando in ersprießlichster Weise. Befördert 1859 den 9. Mai zum Major und 1866 den 18. Juni zum Oberstlieutenant im Regiment, machte er die Gefechte bei Kissingen und Helmstadt-Uettingen als Commandant der Artillerie der 1. Division rühmlich mit und erhielt hierfür das Ritterkreuz 1. Klasse des Militärverdienst-Ordens. 1870 den 1. Februar zum Oberst und Commandeur des 1. Feld-Artillerie-Regiments »Prinz Luitpold« befördert, mußte er bei Kriegsausbruch, da das ganze Regiment auf beide Divisionen des I. Bayerischen Corps vertheilt war, zur Disposition als Commandant der Ersatz-Artillerie zunächst zurückbleiben, wurde jedoch später bei den Belagerungen verwendet, zuerst vor Straßburg (September 1870) und dann von Ende December 1870 bis 28. Januar 1871 vor Paris. 1874 den 16. Februar erbat und erhielt der scheinbar noch rüstige Mann und Soldat, der sich im Felde ein schweres Leiden, dessen Nachwirkungen nun eintraten, geholt hatte, seine Pension, und 1875 den 15. December den Charakter als Generalmajor.
Vieles Leiden war ihm noch beschieden, so auch ein völliges Erblinden, und da auch seine zweite Gattin vor ihm starb, stand er allein, obwohl seine Kinder, zwei geachtete Civilbeamte und eine an Oberstlieutenant v. Lossow verheirathete Tochter, welche alle selbst Familienstand haben, Alles aufboten, dem Vater die letzten Jahre zu erleichtern. Halder, welcher seiner militärischen Kenntnisse halber öfter zu Reglementscommissionen beigezogen, auch 1862 zur Artillerie-Berathungscommission commandirt war, galt stets als Muster eines gemäß den Vorschriften strenge den Dienst handhabenden tüchtigen Soldaten, der seine Untergebenen ernst, aber mit Wohlwollen behandelte. K.
Jahresberichte über die Veränderungen und Fortschritte im Militärwesen. Berlin, 1889.