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22 – 8 – 4 (Brunner · Müller · Schamberger)

Ω

Hier ruhen
Frau Doris Schamberger,
Professorswittwe,
gest. 7.XI.84.
Herr Ludwig Schamberger
Major a. D.
geb. 31.VIII.1872 gest. 9.VI.1940.

Sockel

Heinrich, Josefine u. Maria
Schamberger,
Advokatenskinder.

A. Kilger Deggendorf.

Sockel-Tafel

Herr
Ignaz Brunner
k. Rentamtmann,
geb. 7. Nov. 1860. gest. 4. Nov. 1903.
Herr Fritz Brunner
kgl. bayr. Oberleutnant
geb. 24. Mai 1895, gest. 1. Dez. 1924.

Ω

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Friedrich Müller

† 22.8.1832 (München), 64 Jahre alt
Mühlenbauer und Mechaniker (perpetuum mobile)

Die Bayer'sche Landbötin (30.8.1832)

Der kürzlich dahier verstorbene Mechanikus Friedrich Müller, der besonders durch seine Verbesserungen in dem Mühlenbauwesen durch ganz Deutschland allgemein bekannt ist, ging schon vor 40 Jahren mit der Idee um, eine Eigenmachtskraft Maschine, perpetuum mobile, zu bauen. Nach etwa 50 neugebauten Maschinen und tausendfältigen Abänderungen arbeitete er auf Einmal an einer Maschine mit angestrengtester Kraft und größter Aufopferung 15 Jahre lang, oft mit 10 bis 20 Arbeitern unausgesetzt fort, und verfolgte durch ununterbrochenes Nachdenken und Arbeiten diesen Versuch selbst bis zu seinem Tod. Sogar auf seinem Sterbelager gab er die Möglichkeit des Gelingens nicht auf und äußerte den Wunsch, diesen Mechanismus nicht verloren gehen zu lassen. Diese Maschine, deren Einsicht für Künstler und Jeden, der für Mechanik Interesse hat, nicht ohne Werth ist, kann man in der Lederergasse Nro. 208 links täglich von 8 bis 12 Uhr sehen. Er hinterließ eine Wittwe, nachdem er ein nicht unbedeutendes Vermögen verlaborirt, in der traurigsten Lage. – Edle Menschenfreunde, ich brauche euch ja nicht mehr zu sagen! Die Landbötin.

Die Bayer'sche Landbötin Nro. 104. München; Donnerstag, den 30. August 1832.



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