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Hier ruhen in Frieden
PETER FANGER
senior u. junior
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Fanger, Peter (jun.)
Fanger, Peter (sen.)
Hautmann, Margaretha (vh) / Schweighart (gb); – 18.11.1866 (München), 74 Jahre alt; Bildhauers-Gattin
Hauttmann, Johann Nepomuk; 21.4.1820 (München) – 30.1.1903 (München); Bildhauer
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Schweighart (gb)
† 18.11.1866 (München), 74 Jahre alt
Bildhauers-Gattin
Todes-Anzeige
Gottes allmächtigem Rathschlusse hat es in seiner Barmherzigkeit gefallen, unsere innigstgeliebte, theuere Gattin, Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante,
Frau Margaretha Hautmann,
geb. Schweighart
Bildhauers-Gattin,
in ihrem 75. Lebensjahre, nach einem rastlos thätigen Leben und mehrmonatlichen, schmerzlichen, mit größter Gedud ertragenen Leiden und wiederholten Empfang der hl. Sterbesakramente, gstern Mittags halb 1 Uhr zu Sich in das bessere Jenseits abzurufen.
Wer die Herzensgüte, die aufopfernde Liebe und Sorgfalt der Verblichenen für die Ihrigen kannte, wird unsern gerechten Schmerz zu ermessen wissen.
Um stilles Beileid bittend, empfehlen wir die Verstorbene dem frommen Gebete.
München und Florenz, den 19. November 1866.
Die tieftrauernd Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Dienstag, den 20. Nov. Nachmittags 3 Uhr vom Leichenhause aus und der Gottesdienst Mittwoch den 21. Nov. Vormittags 9 Uhr in der St. Bonifazius Pfarrkirche statt.
Münchener Bote für Stadt und Land No. 276. München; Mittwoch, den 21. November 1866.
Eine Blume
auf das Grab der am 18. November verstorbenen
Frau
Margaretha Hautmann,
Bildhauers-Gattin.
Ein edles Herz hat aufgehört zu schlagen,
Das seinen Schöpfer über Alles liebte,
Des Gatten und der Kinder Thränen sagen,
Daß es um sie sich freute und betrübte.
Wie gern erfüllte sie Bedrängter Bitten,
D'rum ward verliehen ihr des Himmels Krone,
Die mit Geduld hier standhaft ausgestritten.
Hedwig Losch.
Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik Nr. 345. Dienstag, den 11. Dezember 1866.
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* 21.4.1820 (München)
† 30.1.1903 (München)
Bildhauer
Hautmann, Johann, geb. 21. April 1820 in München, † 30. Jan. 1903 das., Schüler der Münchner Akad. unter Schwanthaler, Eberhard etc. Vieles von ihm befindet sich in den Schlössern Linderhof und Herrenchiemsee.
Allgemeines Künstler-Lexikon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. Frankfurt am Main, 1921.
Hauttmann Johann Nepomuk, 1820 (München) – 1903, Hofbildhauer; Bruder des Anton H., der in Florenz als Bildhauer gewirkt hatte, war er Schüler von K. Eberhard und L. M. von Schwanthaler in München; als Custos des Schwanthaler-Museums arbeitete H. für die Schlösser Linderhof und Herrenchiemsee; von ihm stammen zahlreiche Porträtbüsten – er formte noch Haupt und Hände des toten Ludwigs II. von Bayern auf der Bahre – und religiöse Skulpturen.
Hauptwerke: Heiligenfiguren im Dom zu Augsburg und in der Pfarrkirche von Friedberg bei Augsburg; Kopie der kolossalen Madonna im Dom zu Kalocsa (Ungarn).
© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.