Ω
FRHR. v. KLEINSCHROD
Ω
Kleinschrod, Emilie Freifrau von (vh) / Schmid, von (gb); – 21.4.1871 (München), 19 Jahre alt; Appellationsgerichtsaccessisten-Gattin
Kleinschrod, Karl Josef Freiherr von, Dr. jur.; 10.7.1797 (Würzburg) – 24.9.1866 (München); Bayerischer Justizminister
Kleinschrod, Sofie Freifrau von (vw) / Wambold-Umstadt, Freiin von (gb); – 14.10.1877 (München), 79 Jahre alt; Reichsrats-Witwe
Kleinschrod, Therese Freifrau von (vh); – (1).9.1907, 52 Jahre alt; Oberamtsrichters-Gattin
|||
* 10.7.1797 (Würzburg)
† 24.9.1866 (München)
Bayerischer Justizminister
Kleinschrod Karl Josef, von, Freiherr, Dr. jur., 1797 (Würzburg) – 1866, bayerischer Justizminister, Appellationsgerichtspräsident und Reichsrat der Krone Bayern; er studierte in Würzburg 1813/18 Philosophie und Rechte (u. a. bei seinem Oheim, dem berühmten Strafrechtler Gallus Aloys K.), nach seinem Staatskonkurs (1821) trat er in den bayerischen Gerichtsdienst (Assessor und Rat beim Kreis- und Stadtgericht Aschaffenburg, bei den Appellationsgerichten Bamberg und Ansbach und seit 1841 Rat beim Oberappellationsgericht in München); 1848 wurde K. Ministerialrat im Justizministerium, 1848 auch Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung, von 1849–1854 war er Justizminister, dann Präsident des Appellationsgerichts für Schwaben und Neuburg; als Staatsminister der Justiz hat K. 21 Gesetze durchgeführt, namentlich über Presse, Gerichtsverfassung, Bürgerrecht der Israeliten, Jagdausübung und Wildschadenersatz und das Forstgesetz; seine letzte Arbeit ist »Wie Bayern trotz der Ereignisse des Jahres 1866 seine bisherige staatsrechtliche Stellung dauernd bewahren könne?«; K. ist es auch mit zu verdanken, daß in Bayern (1862) Justiz und Verwaltung voneinander getrennt wurden.
© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.