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NA – 7 (Breslau · Schröder)

Ω

Portrait-Statue
Sockel-Inschrift

Modelliert u. ausgeführt
von Joh. Halbig Prof. 1851

Heinrich von Breslau.

Treu der Natur fest hängend nur an Wahrheit
In seinem Aug, das Licht der inneren Klarheit
Gerad und unermüdlich treu im Lauf
So kennt ihn Gott und nahm ihn liebend auf.

Linke Seite

Königlicher Bayerischer
Leibarzt und Universitäts
Professor etc. etc.

Rechte Seite

Geboren zu Ansbach
den 26. Dezember 1784.
Gestorben zu München
den 16 Februar 1851.

Grabplatte an der Wand, Rechte Seite

Hier ruht in Freundesgruft
der Dr. juh ¿
Carl Schröder
einziger Sohn des Domänenpächters
Schröder
geboren zu Cantnitz
in Meklenburg Strelitz
den 8n Juni 1829
gestorben den 3n April 1856
in München
Non omnis mortuus est.

Ω

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Dr. med. Heinrich von Breslau

* 26.12.1784 (Ansbach)
† 16.2.1851 (München)
Königlicher Leibarzt und Universitätsprofessor

Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Breslau Heinrich, Dr. med., von, 1784 (Ansbach) – 1851, königlicher Leibarzt und Universitätsprofessor; er studierte in Halle, Tübingen und Würzburg und diente dann als Militärarzt unter Napoleon; im russischen Feldzug verlor er durch Frost im Winter 1812 die Zehen, die er sich selbst amputierte; dann betätigte er sich in Paris wissenschaftlich, vor allem mit Forschungen über den Kriegstyphus; in bayerische Dienste getreten, wurde B. 1826 Professor an der Münchner Universität, wo er Arzneimittellehre las; B. genoß als Leibarzt des Königs Ludwig I. und auch bei der Münchner Bevölkerung großes Vertrauen, was er seinem Scharfsinn und der Kenntnis der französischen und englischen medizinischen Literatur verdankte.

Hauptwerk: Materiaux pour servir à une doctrine générale sur les epidémies et les contagions, Übersetzung von L. Johnsohns Abhandlung über den Einfluß des bürgerlichen Lebens, des häufigen Sitzens und der geistigen Verfeinerung auf Gesundheit und Wohl des Menschen; am Hl. Abend 1823 empfing dieser jüdische Konvertit in der Münchner Frauenkirche die Taufe.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.



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