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Bernhard
Höss
qu. k. Landrichter und Major
der Landwehr von Ebersberg,
geb. 12. August 1780, gest. 12. Juli 1851,
dessen Gattin
Cäcilie Höss, geb. Meyer,
geb. 9. August 1790, gest. 19. Jan. 1870.
Karoline Pracher, geb. Höss,
Regierungsassessors-Gattin,
geb. 20. Mai 1829, gest. 30. Dezbr. 1857.
Max Ritter von Höss,
k. Geheimer Rath. Vorstand der
Rechnungskammer u. Regierungs-
Direktor a. D. Inhaber hoher Orden.
geb. 24. Jan. 1822, gest. 12. April 1903.
Amalie von Höss, geb. Müllbaur,
Oberauditeurs-Gattin,
geb. 28. Juli 1824, gest. 16. Juli 1904.
Karl Ritter von Höss,
k. Oberauditeur
u. Kriegsministerial-Referent a. D.
Inhaber hoher Orden u. von Denkzeichen.
geb. 13. Okt. 1820, gest. 28. April 1905.
Sr. Exzellenz
Josef Ritter von Höss,
k. b. Staatsrat i. a. o. D. und Präsident a. D.
des Obersten Rechnungshofes
Grosscomtur u. Inhaber hoher Orden,
geb. 3. Sept. 1825, gest. 17. März 1906.
Karoline von Höss,
geb. von Itzstein, Geheimrats-Gattin
geb. 10. Sept. 1831, gest. 30. Mai 1915.
Adelinda von Höss, geb. v. Fischer
Staatsrats u. Präsidentens-Witwe
geb. 4. August 1837, gest. 21. April 1916.
Ω
Höss, Adelinda von (vw) / Fischer, von (gb); 4.8.1837 – 21.4.1916; Staatsrats- und Präsidentens-Witwe
Höss, Amalie von (vh) / Müllbaur (gb); 28.7.1824 – 16.7.1904 (München); Oberauditors-Gattin
Höss, Bernhard; 12.8.1780 – 12.7.1851 (München); Ehemaliger königlicher Landrichter und Major der Landwehr von Ebersberg
Höss, Josef Ritter von; 3.9.1825 (Ebersberg) – 17.3.1906 (München); Königlich bayerischer Staatsrat und Präsident des Obersten Rechnungshofes a. D.
Höss, Karl Ritter von; 13.10.1820 – 28.4.1905; Oberauditor und Kriegsministerialreferent a. D.
Höss, Karoline von (vh) / Itzstein, von (gb); 10.9.1831 – 30.5.1915; Geheimrats-Gattin
Höss, Max Ritter von; 24.1.1822 – 12.4.1903; Königlicher Geheimrat, Vorstand der Rechnungskammer und Regierungsdirektor a. D.
Pracher, Karoline (vh) / Höss (gb); 20.5.1829 – 30.12.1857 (Augsburg); Regierungsassessors-Gattin
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* 12.8.1780
† 12.7.1851 (München)
Ehemaliger königlicher Landrichter und Major der Landwehr von Ebersberg
Bayern. München, 14. Juli. Vorgestern verstarb dahier im 71. Lebensjahre der königl. quieszirte Landrichter und Major der Landwehr zu Ebersberg, Hr. Bernhard Joseph Höß. Energie, strengste Rechtlichkeit, männliche Offenheit und ein herzlich biederer Sinn waren die Charakter-Grundzüge dieses alten Beamten, welche derselbe während 28jähriger ehrenvoller Verwaltung des mühevollen, damals unvollständig besetzten Landgerichts Ebersberg bethätigte. Als er im Jahre 1845 in Folge seiner trotz eingetretener Kränklichkeit fortgesetzten rastlosen Anstrengungen einen Schlaganfall erlitt und nach 38jähriger Dienstleistung in Quieszenz treten mußte, bürgten ihm die wiederholt ausgedrückte Allerhöchste Zufriedenheit und ein von den 39 Gemeinden des Bezirkes aus Dankbarkeit dargebrachter prachtvoller silberner Ehrenbecher für allseitige Anerkennung. Leider konnten ihm in Folge jenes Schlaganfalles der Kreis der Seinigen und seine zahlreichen Freunde nicht mehr den vollen Genuß seines so wohlverdienten Ruhestandes gewähren.
Neue Münchener Zeitung Nr. 166. Dienstag, den 15. Juli 1851.
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* 3.9.1825 (Ebersberg)
† 17.3.1906 (München)
Königlich bayerischer Staatsrat und Präsident des Obersten Rechnungshofes a. D.
Lokales.
München, 19. März.
Staatsrat i. a. o. D. Ritter v. Höß †. Der frühere Präsident des bayerischen Obersten Rechnungshofes, Staatsrat, Exzellenz Ritter v. Höß, dem es vergönnt war noch vor kaum einem halben Jahre seinen 80. Geburtstag zu feiern, bei welcher Gelegenheit wir an dieser Stelle des hochverdienten Beamten gedachten, ist gestern verschieden. Höß, am 3. September 1825 in Ebersberg geboren, war als Akzessist, Rechnungskommissar, Regierungsassessor und Regierungsrat vorwiegend bei der oberbayerischen Kreisregierung beschäftigt. Hierauf war er im Finanzministerium als Referent und Kronanwalt tätig, wurde dort Ministerialrat und dann Staatsrat (als Erster neuerer Ordnung) und mit der Neuorganisation des Staatsrates und vielfach mit der Vertretung des Finanzministers betraut. 1893 wurde Höß zum Präsidenten des Obersten Rechnungshofes ernannt und trat 1897 in den Ruhestand unter Versetzung in die Zahl der Staatsräte im außerordentlichen Dienst. Höß war ein außerordentlich beliebter und hochgeachteter Beamter; er besaß den bayerischen Kronenorden und den Michaelsorden 1. Klasse, den preußischen Kronenorden 2. Klasse und die Prinz-Regent-Luitpold-Medaille. Seit 11.Juli 1857 war Höß mit der Staatsratstochter v. Fischer vermählt, starb also im 49. Jahre dieser glücklichen Ehe.
Münchner Neueste Nachrichten No. 132. Dienstag, den 20. März 1906.
Lokales.
München, 20. März.
Rr. Staatsrat Joseph Bernhard v. Höß †. Der Präsident a. D. des obersten Rechnungshofes fand heute Nachmittag im südlichen Friedhofe seine letzte Ruhestätte. Eine stattliche und vornehme Trauerversammlung hatte sich zu dem Akte pietätvoller Ehrung eingefunden, u. a. auch als Vertreter des Prinzen Ludwig dessen persönlicher Adjutant Frhr. v. Rotenhan, ferner Finanzminister v. Pfaff, Generaladjutant General der Kavallerie Graf Lerchenfeld, die Staatsräte von Geiger, v. Pausch, v. May und v. Auer, der Präsident des protestantischen Oberkonsistoriums Reichsrat Dr. v. Schneider, der Präsident v. Ulsamer mit den Oberrechnungsräten und den übrigen Beamten des Obersten Rechnungshoses, der Vorstand Regierungsdirektor v. Huber und die meisten Beamten der k. Rechnungskammer, der Vorstand der Staatsschulden-Tilgungskommission Ministerialrat Schamberg, die Generale v. Sauer, v. Euler-Chelpin, v. Schumacher u. a., Regierungspräsident von Halder und Beamte des Finanzministeriums. Der Geistliche, Stadtpfarrer Gallinger von St. Ludwig, beschränkte sich in der Grabrede, dem schriftlich niedergelegten Wunsche des Verstorbenen entsprechend, auf die Bekanntgabe der hauptsächlichsten Lebensdaten. Am Grabe waren im Schmucke von Zierpflanzen viele Kränze niedergelegt, darunter die Blumenspende des Regenten und Kränze vom Staatsministerium der Finanzen, von den Staatsräten im ordentlichen Dienste, vom Obersten Rechnungshöfe, von der Gesellschaft »Hoch England« und von der Dienerschaft.
Münchner Neueste Nachrichten Nr. 135. Mittwoch, den 21. März 1906.