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Die Grabinschrift ist nicht erhalten
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Bienenthal, Karl Bender von; 23.8.1792 – 12.6.1853 (München); Generalmajor
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* 23.8.1792
† 12.6.1853 (München)
Generalmajor
Tagesbericht.
München, 14. Juni.
† Vorgestern Abends starb dahier der k. Generalmajor und Brigadier Hr. Karl Bienenthal im besten Mannesalter. Der Verstorbene war ein ausgezeichneter Offizier, der auch als Privatmann sich der allgemeinsten Achtung erfreute. Bis zu seiner Beförderung zum Generalmajor und Ernennung zum Commandanten der ersten Cavallerie-Brigade war Karl Bienenthal bei den Truppenabtheilungen in der Pfalz, wo er sich, namentlich während der Jahre 1848 und 1849, vielfache Verdienste erwarb.
Bayerische Landbötin No. 143. München; Mittwoch, den 15. Juni 1853.
Hauptstadt-Neuigkeiten.
München, 16. Juni. Gestern Nachmittag wurden die irdischen Ueberreste des Hrn. Generalmajors und Brigadiers v. Bienenthal feierlich zur Erde bestattet, wobei Truppenabtheilungen der ganzen Garnison ausrückten. Die ganze hier anwesende Generalität, worunter auch der Hr. Kriegsminister und Prinz Adalbert, folgten dem Sarge; als dieser in die Grube gesenkt wurde, ertönten die üblichen Salven. Die Truppen, nachdem sie vor dem Generalstabe vorbeidefilirt hatten, kehrten unter klingendem Spiele um 5 Uhr in ihre Kasernen zurück.
Münchener Bote für Stadt und Land No. 145. München; Freitag, den 17. Juni 1853.
Bender v. Bienenthal.
Im blauen Schilde ein schräglinker, silberner Balken, welcher mit drei goldenen, über einander stehenden Bienenkörben belegt ist. Auf dem Schilde steht ein gekrönter Helm, welcher einen offenen, goldenen Adlersflug trägt, von dessen Flügeln jeder mit einer blauen Weintraube belegt ist. Die Helmdecken sind blau und silbern. – N. Geneal. Handb., 1777. S. 193, und 1778. S. 252, u. Nachtrag, II. S. 136. – v. Hellbach, I. S. 141. v. Bienenthal.
Frankfurt a. M. und Bayern. Ein seit 1669 der adeligen uralten Gesellschaft Frauenstein zu Frankfurt a. M. einverleibtes Adelsgeschlecht, welches mit dem k. bayer. General Christian Carl Bender v. Bienenthal, welcher nur Töchter hinterliess, 1853 im Mannsstamme erloschen ist.
Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke: Die Wappen der deutschen freiherrlichen und adeligen Familien. Leipzig, 1856.
Bender v. Bienenthal. (in Blau ein schräglinker, silberner Balken, welcher mit drei goldenen, über einander stellenden Bienenkörben belegt ist). Adelsgeschlecht der freien Stadt Frankfurt a. M., welches seit 1669 der altadeligen Gesellschaft Frauenstein in Frankfurt a. M. angehörte und mit dem k. bayer. General Christian Carl Bender v. Bienenthal, welcher nur Töchter hinterliess, im Mannsstamme erloschen ist. Die bekannte Stammreihe beginnt mit Jacob v. B., geb. 1644, gest. 1695, Schöff und des Raths zu Frankfurt a. M., verm. 1666 mit Maria Margaretha Fleischbein v. Kleeberg. Aus dieser Ehe entspross Carl Wilhelm B. v. B., geb. 1683, gest. 1745, älterer Schöff und des Raths zu Frankfurt, verm. mit N. Bauer v. Eyseneck und ein Sohn desselben war Friedrich B. v. B., gest. 1791, holländ. Oberst, verm. mit Mariana v. Malapert. Aus dieser Ehe stammte neben einer Tochter, Maria Charlotte, geb. 1756, welche sich mit Christian v. Wreden, herz. zweibr. Kammerherrn und Rittmeister verm., ein Sohn Friedrich Wilhelm B. v. B., geb. 1758, welcher 1791 hessen-casselscher Rittmeister war. Die bekannten genealogischen Verhältnisse der Familie lassen annehmen, dass von demselben der obengenannte letzte männliche Sprosse des Geschlechts stammte.
N. geneal. Handb. 1777. S. 193, 1778, S. 252 u. Nachtrag, II. S. 136. – Kneschke, III. S. 40. – Suppl. zu Siebm. W.-B. V. 49.
Prof. Dr. Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon. Leipzig, 1859.