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Hier ruhen:
Seine Excellenz der k. b. Feldzeugmeister z. D.
Carl Ritter von Brodesser
Oberst-Inhaber des 2. Feldartillerie-Regt.
Grosskreuz des Militär-Ritter des Verdienst-
Ordens der bayerischen Krone und vom hl.
Michael, Ehrenkreuz des Ludwig-Ordens etc.
geb. den 16. Juli 1795, gest. den 2. Februar 1876.
Dessen Gattin
Caroline von Brodesser
geborene von Vollmar auf Veltheim
geb. den 21. Dez. 1821, gest. den 31. März 1899.
Babenstuber.
Linke Seite
Unser liebes Söhnchen
Anton
geb. den 15. Sept. 1857
gest. den 22. Aug. 1858
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Brodesser, Anton von; 15.9.1857 – 22.8.1858; Feldzeugmeisters-Sohn
Brodesser, Karl Ritter von; 16.7.1795 (Mannheim) – 2.2.1876 (München); Feldzeugmeister
Brodesser, Karoline von (vw) / Vollmar auf Veltheim, von (gb); 21.12.1821 – 21.3.1899 (München); Feldzeugmeisters-Witwe
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* 16.7.1795 (Mannheim)
† 2.2.1876 (München)
Feldzeugmeister
Brodesser: Karl Ritter von B., bairischer Feldzeugmeister, geboren am 16. Juli 1795 zu Mannheim, † am 2. Februar 1876 zu München, begann seine Laufbahn als Artillerietambour, nahm an den Feldzügen 1805, 1809 und 1812–14 theil und kehrte als Lieutenant aus dem Kriege heim. Es ist hauptsächlich sein Verdienst, daß in den nun folgenden langen Friedensjahren, welche unter dem gleichzeitigen Einflusse zu großer Sparsamkeit im Heerwesen schädlich auf den Zustand der bairischen Armee im allgemeinen wirkten, die bairische Artillerie in hohem Grade kriegstüchtig blieb. In allen Dienststellungen, zuletzt als Chef der Waffe, setzte er unermüdlich seine ganze Persönlichkeit ein, um die Artillerie leistungsfähig und insbesondere beweglich zu erhalten. Hervorragend beanlagt für die Anforderungen des Truppendienstes, von nie versagender Pflichttreue und eisernem Willen, war er das Musterbild eines Soldaten.
Jahrbücher f. d. deutsche Armee u. Marine, Berlin 1877.
Karl Johann Casimir von Landmann: Allgemeine Deutsche Biographie. Leipzig, 1903.