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Die Grabinschrift ist nicht erhalten
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Vallade, Karl von; 8.10.1823 – 26.3.1908; Königlich bayerischer Oberst a. D.
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* 7.12.1830 (Würzburg)
† 21.12.1870 (Orleans)
Hauptmann
Hauptmann Heinrich von Vallade,
geboren zu Landau in der Pfalz am 7. Dezember 1830, als der Sohn des Hauptmann von Vallade. Er beschloß gleich seinen Vorfahren, welche 200 Jahre in der bayerischen Armee gedient hatten, sich dem Militairstand zu widmen. 1842 in das Cadeten-Corps aufgenommen, wurde er am 10. August 1849 zum Junker ernannt und den 11. November 1850 zum Unterlieutenant im 12. Infanterieregiment befördert.
Nachdem er einige Jahre in der mathematischen Abtheilung des topographischen Bureaus und im Jahre 1854 bei Höhenmessungen im bayerischen Gebirge thätig gewesen war, erhielt er 1855 den Auftrag, die Söhne Sr. K. H. des Prinzen Luitpold nach Italien zu begleiten, deren Erziehung ihm dann später im Verein mit dem jetzigen General von Malaisé übertragen wurde. 1859 avancirte er zum Oberlieutenant, 1865 zum Hauptmann. Als Prinz Arnulph das 18. Lebensjahr erreicht hatte, kehrte Hauptmann von Vallade 1870 zum aktiven Dienst zurück und trat beim Infanterie-Leib-Regiment ein. Mitte August verließ er mit einer Ersatz-Abtheilung München, erreichte sein Regiment im Bivouak bei Sedan und nahm von da an an allen Gefechten desselben rühmlichen Antheil. Er kämpfte bei Artenay, bei der Erstürmung von Orleans im Oktober, in den Gefechten und Schlachten während der Monate November und Dezember. Ueberall gab er Beweise von Tapferkeit und treuer Pflichterfüllung; man fand ihn stets als braven Führer kampfesmuthig an der Spitze seiner Mannschaft. In der Schlacht von Beaugency am 8. Dezember wurde von Vallade tödtlich verwundet. Am rechten Fuß von französischen Aerzten amputirt, erlag er zu Orleans, wohin man ihn transportirt hatte, am 21. Dezember seiner Verwundung im Hause Choquet. Die Leiche wurde zur Beerdigung nach München übergeführt. Im Armeebefehl vom 3. April 1871 wurde er belobt. Der Großherzoglich-toskanische Militair-Verdienst-Orden und der bayerische Michaels-Orden schmückten seine Brust. Von allen Seiten wegen seiner Kenntnisse und der trefflichen Eigenschaften des Charakters geachtet, hinterließ der Verblichene, erst seit Mai 1867 vermählt, und Vater zweier Kinder, seine früher so glückliche Familie in namenlosem Schmerz.
Biographieen der in dem Kriege gegen Frankreich gefallenen Offiziere der Bayerischen Armee. Nürnberg, 1871.