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38 – 3 – 34 (Bayer)

Ω

Hier ruhen in Gott
Herr Hieronymus von Bayer
Dr. philos. et. jur. utr. o. Universitäts-
Professor, Reichsrat, Geheimrat etc.
geb. zu Rauris 21. Sept. 1792,
gest. München 13. Juni 1876
und dessen Gattin
Franziska, geb. Eisenried
geb. 23. Januar 1793,
gest. 2. Januar 1871.

R. I. P.

Tafel

Ich bin die Auferstehung
und das Leben, wer an mich
glaubt wird leben, wenn er
auch gestorben ist.
Jesus b. Johannes XI. 25.

Ω

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Franziska von Bayer (vh)

Eisenried (gb)

* 23.1.1793
† 2.1.1871 (München)
Professors-Witwe

Bayerischer Kurier (23.1.1871)

Todes-Anzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es in Seinem unerforschlichen Rathschlusse gefallen, unsere innigstgeliebte Gattin, Grossmutter, Schwester, Schwiegermutter und Tante,

Frau
Franziska v. Bayer,
geborne Eisenried,

im 71. Lebensjahre und im 49. einer überaus glücklichen Ehe nach längerem Leiden zum ewigen Leben abzurufen.

Gestärkt durch den Empfang der heiligen Sterbsakramente folgte sie heute Nachmittag halb 4 Uhr sanft und Gott ergeben ihrer vor kaum sechs Monaten vorangegangenen Tochter.

Diese Trauerkunde allen Verwandten, Freunden und Bekannten mittheilend bitte ich um frommes Andenken im Gebete für die theuere Verblichene und um stilles Beileid.

München, den 21. Januar 1871.

Dr. Hieronymus von Bayer,
kgl. bayer. Geheimrath etc. etc.
im Namen der sämmtlichen Verwandten.

Die Beerdigung findet Montag den 23. Januar Nachmittags halb 4 Uhr am südlichen Kirchhofe u. der Gottesdienst Dienstag, den 24. Januar Vormittags 10 Uhr in der St. Bonifazius-Pfarrkirche statt.

Bayerischer Kurier Nr. 23. München; Montag, den 23. Januar 1871.

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Dr. philos. et jur. Hieronymus von Bayer

* 21.9.1792 (Rauris)
† 13.6.1876 (München)
Jurist, Komponist, Radierer und Schriftsteller

Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Bayer Hieronymus, Dr. jur., von, 1792 (Rauris, Land Salzburg/Österreich) - 1876, Jurist und Universitätsprofessor; Sohn eines Salzburgisch-Fürsterzbischöflichen Landrichters, studierte B. in Salzburg, Landshut (bei N. Th. Goenner und Mittermaier) und Göttingen und wurde Professor der Rechte in Landshut (seit 1826 in München), sowie Reichsrat der Krone Bayern; von Ludwig I. und Max II. mit hohen Ehren ausgezeichnet, war er wie Ringseis eine äußerst populäre, von den Studenten wie ein Vater verehrte, Erscheinung; B. hat sich auch als Musiker, Komponist, Radierer und neulateinischer Dichter ausgezeichnet.

Hauptwerke: Über die Änderung des Klagelibells, Theorie der summarischen Prozesse, Vorträge über den gemeinsamen ordentlichen Zivilprozeß, Über Beruf und Aufgabe der studierenden Jugend, Poematum libellus (5 Bde.), Gedichte einiger neulateinischer Dichter mit Übersetzung.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.



© Reiner Kaltenegger · Gräber des Alten Südfriedhofs München · 2007-2026


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