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Freiherr von Prankh’sches
Familiengrab.
Sigmund Lothar Gottlieb
Freiherr von Prankh,
k. b. Kämmerer, General d. Infanterie
Generalcapitaine Staatsrat etc.
geb. 3. Dezbr. 1821. gest. 8. Mai 1888.
Josefa Freifrau von Prankh,
geb. 28. Mai 188¿, gest. 14. Septbr. 1915.
Liegestein
Die Inschrift ist nicht erhalten
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Pranckh, Josefa Freifrau von; 28.5.188¿ – 14.9.1915
Pranckh, Lothar von; 19.9.1860 – 21.7.1867 (München); Kriegsministers-Sohn
Pranckh, Ludwig von; 7.2.1855 – 6.11.1855
Pranckh, Siegmund Hieronymus von; 30.9.1768 – 28.3.1831; Kämmerer und Oberstleutnant a la suite
Pranckh, Sigmund Lothar Gottlieb Freiherr von; 5.12.1821 (Altötting/Obb.) – 8.5.1888 (München); Bayerischer Kriegsminister, Kämmerer, Staatsrat und General
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Thomas (gb)
* 11.4.1798
† 3.7.1867 (München)
Kämmerers-Witwe
Todes-Anzeige.
Mit tiefer Trauer zeige ich hiemit zugleich Namens der Familie den heute Morgens erfolgten sanften Tod meiner geliebten Mutter an, der
Hochwohlgebornen Frau
Anna Freifrau v. Pranckh,
geb. Thomas,
k. Kämmerers- & Oberstlieutenantswittwe.
Sie vollendete in ihrem 75. Lebensjahre nach langen und schweren Leiden, gestärkt durch die Tröstungen unserer heiligen Religion.
München, den 3. Juli 1867.
Sigmund Freiherr von Pranckh,
K. B. Generalmajor, Staatsrath und Kriegsminister.
Die Beerdigung findet Freitag den 5. Juli Nachmittags 4 Uhr mit Flambeaux vom Leichenhause aus, der Gottesdienst Samstag den 6. diess Vormittags 10 Uhr in der St. Ludwigspfarrkirche statt.
Neueste Nachrichten aus dem Gebiete der Politik Nr. 186. Freitag, den 5. Juli 1867.
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* 5.12.1821 (Altötting/Obb.)
† 8.5.1888 (München)
Bayerischer Kriegsminister, Kämmerer, Staatsrat und General
Pranckh Sigmund, von, Freiherr, 1821 (Altötting/Obb.) – 1888, Generalkapitän und bayerischer Kriegsminister; P. trat 1834 ins bayerische Kadettenkorps ein und wurde nach einigen militärischen Posten im Ingenieurkorps, beim Genie-Regiment, im Kriegsministerium und Generalquartiermeisterstab bayerischer Kriegsminister (1866–1875), sein höchster Dienstgrad war Generalkapitän der Leibgarde der Hartschiere; als Kriegsminister reorganisierte P. das bayerische Heer, sorgte für Verpflegung und Nachschub nach den Verlusten des Deutsch-Französischen Kriegs und schloß 1871 im Großen Hauptquartier die Versailler Verträge ab; wiederholt gelang es ihm, den Widerstand der Mehrheit des bayerischen Landtags zu brechen, so setzte er auch die Wehrpflicht nach dem Muster derjenigen des Norddeutschen Bundes durch; Ps. Name ist eng verbunden mit der Geschichte des bayerischen Militärwesens.
© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.