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41 – 1 – 26·27 (Fuchs)

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Dr. Johann Nep. von Fuchs
kgl. ¿ Geheimrat
und Universitätsprofessor etc.
geb. zu Mat¿ 13. Mai ¿ gest. ¿ März 1856
Ihm folgte seine Gemahlin
Franziska geb. Fahrmbacher
gest. 18¿
Ludwig von Fuchs
kgl. Appellationsgerichtsrat
geb. zu Landshut 14. Sept. 1818
gest. zu Eichstätt 6. März 1869
Rudolf ¿ gest. 1867
Franziska ¿ gest. 1871
Anna von Fuchs
¿

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Dr. med. Johann Nepomuk von Fuchs

* 15.5.1774 (Mattenzell/Bayerischer Wald)
† 5.3.1856 (München)
Chemiker und Mineraloge

Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Fuchs Johann Nepomuk, Dr. med., von, 1774 (Mattenzel/Bayerischer Wald) – 1856; Mineraloge, Chemiker, Oberberg- und Salinenrat, Universitätsprofessor und Geheimer Rat; aus ärmlichen bäuerlichen Verhältnissen kommend, studierte F. in Wien und Heidelberg, arbeitete beim Geologen Werner in Freiberg und schloß seine mineralogischen Studien in Berlin und Paris ab; 1807 wurde F. Professor der Mineralogie und Chemie in Landshut (Freundschaft mit J. M. Sailer), 1823 Konservator der mineralogischen Sammlung bei der BAkdW in München und seit 1826 Professor daselbst, außerdem Oberberg- und Salinenrat, Mitglied des Obermedizinalausschusses, Mitbegründer des Polytechnischen Vereins und 1852 Geheimer Rat und Mitglied der AkdW von München, Wien und Berlin; F. entdeckte u. a. das sogenannte Wasserglas (1825) und mit J. Schlotthauer zusammen die Stereochromie, eine der Freskomalerei ähnliche Technik der Wandmalerei bei Anwendung von Wasserglas (1825); er ist auch der Begründer des »Neu-Neptunismus« (Neptunismus, eine von A. G. Werner – 1749–1817 – verfochtene Auffassung, alle Gesteine, auch die kristallinen, hätten sich aus wäßrigen Lösungen ausgeschieden; heute veraltet; Gegensatz: Plutonismus!); nach ihm heißt ein Mineral »Fuchsit«; F. war einer der größten Mineralogen in neuester Zeit.

Hauptwerke: Analyse eines wackeartigen, noch unbekannten Fossils, Bereitung, Eigenschaften und Nutzanwendung des Wasserglases mit Einschluß der Stereochromie, Neue Methode, das Bier auf seine wesentlichen Bestandteile zu untersuchen.

© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.



© Reiner Kaltenegger · Gräber des Alten Südfriedhofs München · 2007-2026


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