Ω
HIER RUHEN IN GOTT
DR. HERMANN von GRAUERT
¿ UNIV. PROFESSOR
¿ IX. 1850, GEST. 12. III. ¿
AMELIE GRAUERT
¿ IX. 1890, GEST. 31. VII. 189¿
¿ GATTEN FOLGTE
ANNA VON GRAUERT
GEB. VON REGENAUER
GEB. 10. V. 1855, GEST. 7. I 1935
¿
JOH. HEINRICH GRAUERT
¿
STARK WIE DER TOD IST DAS LEBEN
Ω
Grauert, Amelie; ¿.9.1890 – 31.7.189¿
Grauert, Anna von (vw) / Regenauer, von (gb); 10.5.1855 – 7.1.1935
Grauert, Hermann von, Dr. phil.; 7.9.1850 (Pritzwalk/Brandenburg) – 12.3.1924 (München); Historiker
Grauert, Joh. Heinrich
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* 7.9.1850 (Pritzwalk/Brandenburg)
† 12.3.1924 (München)
Historiker
Grauert Hermann, Dr. phil., von, 1850 (Pritzwalk/Brandenburg) – 1924, Historiker, Universitätsprofessor und Geheimrat; nach vierjähriger kaufmännischer Beschäftigung studierte G. in Münster, Göttingen, Berlin, Straßburg und München, 1877 wurde er Praktikant beim Allgemeinen Reichsarchiv in München; nach seiner archivalischen Staatsprüfung arbeitete G. zunächst im Auftrag der BAkdW in den von Leo XIII. eben eröffneten vatikanischen Archiven; seit 1884 Professor in München, leitete er 1900 die Ausgrabungen der Kaisergräber im Speyrer Dom; seine vielen durch archivalische Funde bereicherten Abhandlungen, besonders zur Geschichte der Papstwahl, zur Reichstheorie, Romgedanke und Friedensidee im Mittelalter, zum spätmittelalterlichen Geistesleben (Dante, Petrarca), aber auch zur Geschichte der Bismarck-Zeit, erwiesen ihn als Meister der Urkunden- und Quellenkritik mit stark rechtshistorischer Ausprägung; als Nachfolger des ihm politisch wie weltanschaulich eng verbundenen G. von Hertling stand er 1920/24 der Görres-Gesellschaft als Präsident vor, er war auch Mitglied der BAkdW.
© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.