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FAMILIE
BISCHOFF.
Linke Spalte
Dr. Theodor v. Bischoff
Professor zu Heidelberg,
Giessen u. München,
geb. 23. Okt. 1807, gest. ¿. Dez. 1882.
dessen Gattin
Kunigunde v. Bischoff
geborne Tiedemann,
3. März 1809, gest. 23. März 1889.
Mitte
Theodor Bischoff
Eisenbahn-Direktor
in Tegernsee
geb. 10. Nov. 1848, gest. 6. Nov. 1923.
Amalie Bischoff, geb. Schoen
geb. 14.12.1850 Neubeuern a. Inn
gest. 30.8.1939 St. Quirin
a. Tegernsee.
Liegestein
Die Inschrift ist nicht erhalten
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Bischoff, Amalie (vh) / Schön (gb); 14.12.1850 (Neubeuern am Inn) – 30.8.1939 (St. Quirin am Tegernsee)
Bischoff, Kunigunde von (vh) / Tiedemann (gb); 3.3.1809 – 23.3.1889; Arzt-Witwe
Bischoff, Theodor; 10.11.1848 – 6.11.1923; Eisenbahndirektor
Tiedemann, Friedrich, Dr. med.; 23.8.1781 (Kassel) – 22.1.1861 (München); Arzt
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* 28.10.1807 (Hannover)
† 5.12.1882 (München)
Arzt
Bischoff Theodor Ludwig Wilhelm, Dr. med., 1807 (Hannover) – 1882, Anatom, Physiologe und Universitätsprofessor; er studierte in Bonn, Heidelberg und Berlin und war Professor der Physiologie und Anatomie in Heidelberg, Gießen, wo er das Physiologische Institut und das Anatomische Theater gründete, und seit 1855 Professor in München, später auch Mitglied der BAkdW; B. machte sich um die Entwicklungslehre sehr verdient, indem er in einer Reihe von Spezialuntersuchungen den Unterschied zwischen dem Menschen und dem höheren Affen feststellte; auch wies B. als einer der ersten die Gegenwart freier Kohlensäure im lebenden Blut nach; B. war ein entschiedener Gegner der Zulassung von Frauen zum Medizinstudium.
Hauptwerke: Entwicklungsgeschichte der Säugetiere und des Menschen, Beweis der von der Begattung unabhängigen periodischen Reifung und Loslösung der Eier der Säugetiere und des Menschen, Historisch-kritische Bemerkungen zu den neuesten Mitteilungen über die erste Entwicklung der Säugetiere, Harnstoff als Maß des Stoffwechsels, Die Gesetze der Ernährung des Fleischfressers (zusammen mit K. Voit herausgegeben).
© Dr. phil. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.